Pia Ueltgesforth ist auf dem Weg zur Europameisterschaft

Der Moerser Erfolgstrainer Matthias Block und seine Fechtschülerin Pia Ueltgesforth.
Der Moerser Erfolgstrainer Matthias Block und seine Fechtschülerin Pia Ueltgesforth.

Beim Fair-Ressort-Cup in Jena zeigte sich die derzeitige beste Moerser Florettfechterin Pia Ueltgesforth in Top-Form und sicherte sich die Silbermedaille.

„Das war eine perfekte Vorstellung“, schmunzelte nachher ein glücklicher Trainer Matthias Block. Immerhin befindet sich sein Schützling pünktlich vor dem Sparkassen-Cup vor heimischer Kulisse am kommenden Wochenende weiterhin in Topform.

Fehlerfrei ohne Niederlage meisterte die Perspektivkader-Fechterin alle sechs Gefechte der Vorrunde. Genau wie in die Zwischenrunde. So zog Pia Ueltgesforth als Dritte der Setzliste in die k.-o.-Runde ein. Lediglich die beiden Youngster im Dress des Moerser Fechtclub Sarah Woldt und Carolina Busch scheiterten nach zum Teil spannenden Gefechten in der Zwischenrunde.

Für das gute Abschneiden in der Vorrunde bekamen sowohl Ueltgesforth als auch ihre Trainingskameradin Johanna Féron aus Düsseldorf für das erste k.-o.-Gefecht ein Freilos. Dafür trafen allerdings zwei weitere Moerser Fechthoffnungen direkt aufeinander: Greta Jansen und Hannah Schweikart mussten im direkten Gefecht auf die Bahn.

Ein erneutes Vereinsduell

Mit 15:12 siegte Greta Jansen, Hannah Schweikart war mit Platz 66 dennoch zufrieden. Dann folgte ein erneutes Vereinsduell. Diesmal musste Jansen ausgerechnete gegen Ueltgesforth ran. Pia Ueltgesforth zeigte kein Pardon, Jansen landete auf dem 63. Platz. Auch für Johanna Féron ging es nach ihrem 15:4 Sieg über Anna-Maria Weber aus Füssen in die Runde der letzten 32 Fechterinnen. Dort ließ sie ein 15:5 über Verena Schilling vom Chemnitzer PSV folgen und kam unter die letzten 16 Fechterinnen. Dorthin wollte auch Pia Ueltgesforth.

Das gelang ihr mit 15:6 über die Pinnebergerin Anne Sophie Schneegans und 15:5 über Isabelle Flack aus Gütersloh eindrucksvoll. Féron unterlag im nächsten Gefecht leider mit 11:15 der späteren Dritten Mona Stephan vom OFC Bonn, was sie aber mit Abschlussplatz 14 auf der Deutschen Rangliste einen großen Schritt nach vorne bringt. Nun lag es bei Pia Ueltgesforth, die im Viertelfinalgefecht gegen die EM- und WM-Teilnehmerin Sophia Werner aus dem Fechtinternat in Bonn antreten musste.

Unbeirrt zeigte die Moerserin nicht den Hauch von Nervosität und selbst ihr Trainer war über den klaren 15:7-Sieg überrascht. Im Halbfinale ging es der Sportinternatsfechterin Kari Weiner mit 8:11 an den Kragen. So traf Pia Ueltgesforth im Finale auf Leonie Ebert aus Tauberbischofsheim, die momentan in der A-Jugend in einer eigenen Liga kämpft. Doch auch davon unbeeindruckt hielt die Moerserin lange Zeit das Gefecht ausgeglichen. Nach den neun Gefechtsminuten unterlag sie aber mit 8:12. „Alle Moerser Fechterinnen sind hier heute stark aufgetreten. Selbst unsere jüngsten Mädchen haben sich hier unbeeindruckt und nervenstark gezeigt“, so Block zum Abschluss.

Pia Ueltgesforth rückte mit ihrer Platzierung auf den vierten Platz der Deutschen A-Jugendrangliste und damit in die Reichweite eines EM-Platzes. „Das wird am kommenden Wochenende ein heißer Tanz bei uns“, so ihr Trainer, denn beim heimischen Sparkassen-Cup werden die letzten Fahrkarten für die Kadetten-Europameisterschaft im April vergeben. Bisher stehen die Chancen gut, dass nach Hannah Fenger und Natascha Gollan wieder eine Moerser Fechterin mitmischt.

Bundestrainer lobt Tenbergen

In Esslingen ging derweil Paul Tenbergen bei den Aktiven an den Start. Hier hingen die Trauben natürlich sehr hoch für den Junioren aus Moerser Reihen, allerdings wollte er einen Punkt auf der Deutschen-Aktiven-Rangliste holen um sich für die Deutschen Meisterschaften der Aktiven in Tauberbischofsheim zu qualifizieren. Das es am Ende mit Platz zwölf gleich sechs Punkte wurden, hatte kaum einer auf der Rechnung. „Paul muss konzentriert fechten und keine Angst vor großen Namen haben, denn das Fechten hat er in Moers prima gelernt“, so Konstantinos Lymperopoulos, Nachwuchsbundestrainer Herrenflorett des Deutschen-Fechter-Bundes. Und Tenbergen setzte alle Anforderungen des Trainers um. Nun geht es für ihn zum Junioren-Weltcup nach Aix-en-Provence.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg für den Moerser Nachwuchs. Doch erste Schritt in diese Richtung machten Lara Bergmann, Gregor Brandtscheidt, Fabian Heuser und Alexander Hildebrandt beim Wuppertaler Schwebebahnpokal.

Sie eiferten den „großen“ Moerser Fechtsportlern mit Podestplätzen nach. Fabian Heuser und Alexander Hildebrand holten sich in ihren Altersklassen die Silbermedaillen. Mit Bronze dekoriert traten Lara Bergmann und Gregor Brandtscheidt die Heimreise an.