Peter Wiedemann formt Aufstiegsteam

Ein Knubbel der Glückseligkeit: Die HSG-Spieler feiern ausgelassen den Aufstieg in die Landesliga.
Ein Knubbel der Glückseligkeit: Die HSG-Spieler feiern ausgelassen den Aufstieg in die Landesliga.
Foto: Michael Dahlke

Die jüngste Vergangenheit war bewegend, nervenaufreibend und emotional. Die HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen lag vor etwas mehr als einem Jahr ziemlich platt auf dem Boden. Die Handballer mussten nach einer Katastrophensaison die Landesliga verlassen. Selbst die letzte Maßnahme des Vereins, Trainer Peter Wiedemann kurzfristig gegen den glücklosen Dirk Ostermann auszutauschen, griff nicht. Nun, mehr als 12 Monate später herrscht im Verein wieder eitel Sonnenschein. Der HSG ist die sofortige Rückkehr geglückt – die Schmach des Abstiegs damit endgültig vergessen.

Vater des Erfolges

Der Vater des aktuellen Erfolges heißt Peter Wiedemann. „Ich war, als ich kam, vom Klassenerhalt überzeugt“, erinnert sich der HSG-Coach. „Das Ergebnis ist ja bekannt. Und ich wollte nicht mit einem Abstieg wieder gehen, habe mich entschieden zu bleiben, nahm die Mannschaft mit in die Pflicht, um die Scharte gemeinsam auszubügeln.“

Die Jungs blieben – Tausendsassa Peter Wiedemann läutete die „Mission Wiederaufstieg“ ein, plante, organisierte, delegierte – aber vor allem, er ließ hart trainieren. Sein Plan ging auf, nicht zuletzt wegen der hochkarätigen Verpflichtungen von Sven Fischer, Thorsten Giesbertz sowie Christian Rosky. Die HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen war zu Saisonbeginn top-fit, dominierte die Konkurrenz nach Belieben.

Als Paradestück erwies sich die defensiv ausgerichtete Abwehr, mit klaren Absprachen und Zuordnungen, sowie der dazugehörigen Portion Aggressivität. „Totti“ Giesbertz und Peter Sollinger hielten den „Laden“ zusammen; Torwart Christian Gottschalk war der sichere, erfahrener Rückhalt auf der Linie.

Auch im Angriff lief es zum Großteil rund: Sven Fischer ging als Spielmacher voran, auf die Routine von Carsten Coß war stets Verlass – Philipp Dickel nahm eine gute Entwicklung, überzeugte mit seinen Gegenstößen.

Die HSG Vennikel wurde den eigenen Ansprüchen absolut gerecht, schulterte den Druck, hielt direkten Kurs in Richtung Landesliga.

Die Frage nach der Meisterschaft sollte sich nie ernsthaft stellen. Der Verein marschierte, auch, weil das Niveau der Konkurrenz sich als überschaubar erwies. Vennikel holte sich in souveräner Manier frühzeitig den Titel, ohne eine Niederlage mit 46:2 Punkten – mit zweimal Remis.

Von der Pflicht in die Kür

„Wir wollten unbedingt aufsteigen, dass ist uns eindrucksvoll geglückt“, freut sich Peter Wiedemann. „Die Mannschaft hat viel investiert und hat sich letztendlich selbst für den hohen Aufwand belohnt.“.

Die HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen hat ihre Pflichtaufgabe erfüllt. Die Kür beginnt im September – dann wieder in der Landesliga.