Nur ein Sieg hilft der BG Lintfort weiter

Für Michael Schmak (links) und die BG Lintfort geht es nun in die drei letzten Saisonspiele. Am Samstag spielt das Team gegen ETB Schwarz-Weiß Essen und will dort wichtige Punkte gegen den Abstieg einsammeln.
Für Michael Schmak (links) und die BG Lintfort geht es nun in die drei letzten Saisonspiele. Am Samstag spielt das Team gegen ETB Schwarz-Weiß Essen und will dort wichtige Punkte gegen den Abstieg einsammeln.
Foto: Christoph Karl Banski

Die vierwöchige Osterferienpause in den Basketball-Ligen des WBV ist vorbei. Ab dem kommenden Wochenende stehen für die Teams der BG Lintfort die letzten drei Partien der laufenden Saison auf dem Programm. Für das Regionalliga-Team werden dies drei richtungsweisende Partien. Zwar belegt das Team von Coach Tobias Liebke aktuell den zehnten Rang und damit normalerweise auch den ersten Nichtabstiegsplatz, doch aufgrund der Abstiegskonstellationen in den oberen Ligen wird auch diese Platzierung in diesem Jahr nicht zum Klassenerhalt reichen.

Nach Punkten gleichziehen

Mindestens zwei Spiele muss das Team von Coach Tobias Liebke noch gewinnen, um zumindest theoretisch nach Punkten noch mit dem Neunten Rhöndorfer TV gleichzuziehen. Der direkte Vergleich mit den „Drachen“ spricht für die BGL. Allerdings dürfte das Team aus dem Siebengebirge auch keinen eigenen Erfolg mehr einfahren. Sehr viele unbekannte Faktoren also, die für die BGL in diese Rechnung hineinspielen. Ähnlich sieht es Liebke: „Wir brauchen uns mit solchen Rechenspielchen überhaupt nicht zu beschäftigen. Wir müssen einfach zusehen, dass wir unsere Partien gewinnen und schauen, was herausspringt.“

Die spielfreien Wochen nutzte sein Team, sich von den Strapazen der intensiven Spielwochen zu erholen und ein wenig taktischen Feinschliff ins eigene Spiel zu bringen. Mit welchem Kader die BGL am Samstag antreten wird, ist allerdings noch nicht voraussehbar.

Paul Krüger (Knie), Maxi Lipp (Sprunggelenk) und Björn Wagner (grippaler Infekt) waren zuletzt angeschlagen, sollten bis Samstag aber wieder mit an Bord sein. Das gilt auch für Marcel Kower, der nach seiner ärztlich verordneten Zwangspause die Ferienzeit dazu nutzte, wieder in Form zu kommen – er wird gegen Essen voraussichtlich wieder mitwirken können.

Dann gilt es für die BGL, konzentrierter als im Hinspiel zu agieren. Damals hatte sie den Gegner eigentlich gut im Griff, konnte lange eine knappe, aber stabile Führung behaupten. Erst als für zwei Minuten die Konzentration verloren ging, schlugen die Essener in Person ihres ProA-Akteurs Lukas Klöss eiskalt zu. Der Zweitliga-Spieler wird wohl auch morgen im Essener Kader stehen, darunter auch der in Lintfort ausgebildete Mark Gebhardt. Denn die erste Mannschaft des ETB schied am vergangenen Wochenende aus den Playoffs in der zweiten Liga aus, wird also kein Personal der ihrer Reserve mehr binden.

Alles andere würde für den ETB auch keinen Sinn machen, denn für die Ruhrgebietler ist die Partie gegen die BGL die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Bei einer Niederlage wären sie der erste feststehende Absteiger. Die Lintforter werden sich also auf einen harten und unerbittlichen Kampf einstellen müssen. Ziel wird es sein, ähnlich wie im Hinspiel variabel aufzutreten und sowohl über kluges Passspiel als auch Tempoverschärfungen den Gegner nicht zum eigenen Rhythmus finden zu lassen.