Nur ein Sieg hält den VfL Tönisberg im Rennen

Der VfL Tönisberg (blau), hier beim 1:1 gegen den 1. FC Kleve, muss am Pfingstmontag unbedingt gegen die Teutonia St. Tönis gewinnen. Sonst ist der Abstieg wohl nicht mehr zu vermeiden.
Der VfL Tönisberg (blau), hier beim 1:1 gegen den 1. FC Kleve, muss am Pfingstmontag unbedingt gegen die Teutonia St. Tönis gewinnen. Sonst ist der Abstieg wohl nicht mehr zu vermeiden.
Foto: Christoph Karl Banski

Der Abstieg steht vor der Tür. Für die Landesliga-Fußballer des VfL Tönisberg. Deshalb haben die Verantwortlichen um den 1. Vorsitzenden Ulli Furth reagiert. Der VfL-Vorstand hat sich drei Spieltage vor dem Ende dann aber doch etwas überraschend von Trainer Siggi Sonntag getrennt (wir berichteten).

„Siggi Sonntag ist sicherlich nicht der Schuldige. Ich stehe mit in der Verantwortung und stelle mich dieser Aufgabe. Deshalb habe ich zugesagt, die Mannschaft in dieser schwierigen Situation zu betreuen“, sagt dann Bister aber auch deutlich, dass er auf jeden Fall nur für die drei Spiele als Coach fungieren wird. „Es gab aber schon eine gewisse Unzufriedenheit innerhalb der Mannschaft und wir wollen mit dieser Maßnahme noch einem für frischen Wind sorgen. Wir haben zwar meist gute Spiele abgeliefert, aber in den letzten sieben Spielen keinen Dreier mehr eingefahren.“

1:2 in Mönchengladbach

Nach der 1:2-Niederlage am vergangenen Wochenende beim 1. FC Mönchengladbach und gleichzeitigen 2:0-Erfolg des SV Straelen über Viktoria Goch, ist die Lage mehr als prekär für das Team von der Schaephuysener Straße. Marcus Bister redet dann auch nicht mehr um den heißen Brei herum: „Es gibt keine Ausreden mehr. In den kommenden 270 Minuten, müssen wir alles aus uns herausholen. Was helfen uns die guten Spiele, wenn wir uns selbst anschließend nicht belohnen. Dann hätten wir diese Probleme nicht.“

Der Neuling aus St. Tönis feierte am vergangenen Sonntag mit dem 2:1 über Odenkirchen bereits seinen zehnten Sieg in dieser Spielzeit und liegt mit 33 Punkten auf einem respektablen vierten Platz. Damit hat das Team aus der Nachbarschaft keine Probleme mehr und kann von einer guten Saison sprechen. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften leistungsgerecht 1:1.

Großer Druck

„Wir haben es ja selbst nicht mehr in der Hand und sind auf Ausrutscher unserer Konkurrenten angewiesen. Spielen wir nur Unentschieden, dann kann es bei den entsprechenden Ergebnissen schon am Montag vorbei und wir abgestiegen sein“, steht Bister in seinem ersten Spiel mit seinem Team daher natürlich unter großen Druck. „Den wollen wir einfach nicht zulassen. Wichtig ist, dass wir unsere Nervosität, die bei solchen Spielen immer herrschen, auch in den Griff bekommen.“

Personell gehören jetzt Torben Wissen und Kevin Bodden wieder zum Kader. Wie die Anfangsformation aussieht, darauf wollte sich Bister noch nicht festlegen: „Die Mannschaft hat ja, wie ich schon betont habe, gut gespielt. Und viele Alternativen zu großen Veränderungen haben wir sowieso nicht.“