Neue Spannung in der Enni-Laufserie

Die ersten drei über zehn Kilometer: (von links) der Dritte Markus Spangenberg Sieger Daniel Monster und der Zweite Sebastian Rosenberg.Fotos:Siegfried Wensierski
Die ersten drei über zehn Kilometer: (von links) der Dritte Markus Spangenberg Sieger Daniel Monster und der Zweite Sebastian Rosenberg.Fotos:Siegfried Wensierski
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Dieses Laufspektakel am Samstag am Neukirchen-Vluyner Schulzentrum präsentierte sich als ein Kommen und Gehen.

So war es jedenfalls bei der 15. Auflage des Donkenlaufs vom Ausdauersportverein (AS). Beim Startschuss für den ersten Kinderlauf um 13 Uhr säumten noch zahlreiche Eltern, Omas und Opas die Stadionrunde am Julius-Stursberg-Gymnasium. Doch die machten sich dann am späten Mittag nach der Siegerehrung mit ihren Nachwuchsläuferinnen und -läufern zumeist stolz und überwiegend mit Kuchen für die heimische Kaffeetafel eingedeckt auf den Heimweg.

Doch leerer wurde es deshalb auf dem Schulhof nicht wirklich. Nun warteten nämlich „die Großen“ auf ihren Start über die fünf Kilometer. Und kurz bevor die Ersten von diesem Lauf ins Ziel kamen, gesellten sich die Zehn-Kilometer-Aspiranten auf dem Gelände dazu, holten ihre Startnummern und bereiteten sich vor. Immerhin kamen 1264 Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Manche sogar mehrmals. Andere, die erwartet wurden, allerdings gar nicht.

Entscheidung in Xanten

Dazu gehörten sicher Christoph Verhalen und seine Freundin Anna-Lena Dahlbeck. Das Top-Lauf-Duo vom TuS Xanten hatte bei der Premiere der neuen Enni-Laufserie am 25. April die zehn Kilometer beim Moerser Schlossparklauf gewonnen. Doch in Neukirchen-Vluyn waren sie nicht dabei, machten damit gleichzeitig die Gesamtwertung wieder spannend, die beide nicht mehr für sich entscheiden können. Am Samstag siegte AS-Top-Läufer Daniel Monster auf seiner Heimstrecke, kann aber ebenfalls nicht den Gesamtsieg holen, nachdem er in Moers aussteigen musste.

Nun ist der Weg frei für Sebastian Rosenberg, der in Moers Dritter und in Neukirchen-Vluyn Zweiter wurde. In Xanten kann er sich nun ein Duell mit seinem ehemaligen Trainer Björn Temmler liefern. Bis zum 11. September, wenn beim Xantener City-Lauf der dritte und letzte Start der Enni-Laufserie gestartet wird, ist jedenfalls für Spannung gesorgt. Doch daran haben die deutlich mehr als 2500 Besucher und Sportler am Samstag nicht allzu viele Gedanken verschwendet. Sie hatten eher die Sorge, ob das Wetter hält.

Warm-up mit fünf Kilometer

Und das tat es pünktlich zum Start der kleinen Läuferinnen und Läufer. Sponsor Enni hatte die Besucher mit Ratschen ausgestattet, mit denen die Besucher ihre Anfeuerungen noch verstärkten. Und die Kinder gaben wirklich alles, kämpften sich durch, während das Wetter immer wärmer wurde.

Sebastian Rosenberg hatte sich übrigens über fünf Kilometer außer Konkurrenz auf die doppelte Distanz vorbereitet. Die Anfeuerung, als er als unter den besten Fünf das Ziel ansteuerte, tat er schmunzelnd ab, mit dem Hinweis: „Ist nur warmlaufen.“

Einen besonderen Ehrgeiz entwickeln mittlerweile auch die Mannschaften bei den Firmenläufen. In diesem Jahr war Physiogold/Sexyshorts von Simon Schreiber das Teilnehmer stärkste Team. Kunststück: Schreiber spielt Handball beim SV Neukirchen und hatte jede Menge Vereinskollegen ins Boot geholt. Mit dabei waren aber auch zahlreiche Damen, die tolle Leistungen brachten. Zu Schreibers Läufern gehörte auch Jan Roschig, der von einigen Zaungästen und Laufkollegen mit einem Schmunzeln auf den Lippen als „Abtrünniger“ bezeichnet wurde. Weil er bekanntlich zum Handball-Oberliga-Aufsteiger VfB Homberg gewechselt ist. In Neukirchen-Vluyn aber immer noch jede Menge Kumpel hat.

Natürlich tummelten sich beim AS Neukirchen-Vluyn, bei dem Cheforganisatorin Ulla Böing am Samstag nahezu an jeder Stelle gleichzeitig zu finden war, auch die Vertreter der Vereine, die bei der Enni-Laufserie mitmischen. Mit Andreas Stiller und Frank Reese waren es unter anderem prompt der erste und zweite Vorsitzende vom Moerser TV, wobei Reese auch an den Start ging.

Und die Politik ließ sich selbstverständlich auch blicken. Der SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider lief sogar den fünf-Kilometer-Jogginglauf mit und schlug sich 31:37.9 Minuten recht wacker.