Nervös und verschnupft - aber erfolgreich in Recklinghausen

Treffer: Emily Klockhaus (vorne) wurde Zweite bei der „Recklinghäuser Schneeballschlacht“.
Treffer: Emily Klockhaus (vorne) wurde Zweite bei der „Recklinghäuser Schneeballschlacht“.

Mit Platzierungen unter den Top 100 kehrten die Moerser Pia Ueltgesforth und Paul Tenbergen von ihren Weltcup-Auftritten aus Mödling und London zurück.

Die A-Jugendliche Pia Ueltgesforth startete beim zweiten Weltcup ihrer jungen Karriere nervös. Dazu kam noch ein Trainingsrückstand, da sie wegen einer Fußverletzung nicht in der Lage war, ihr volles Trainingspensum zu leisten. So konnte sie in der Vorrunde nur ein Gefecht für sich entscheiden. Das bedeutete das frühe Ausscheiden – bereits nach der Vorrunde.

„Auch wenn das ein oder andere Gefecht knapp war, so war Pia die Nervosität doch stark anzumerken“, analysierte nachher Fechttrainer Matthias Block vom FC Moers. Er war dennoch mit dem Abschneiden seiner Fechterin nicht unzufrieden. „Als A-Jugendliche beim Weltcup starten zu dürfen ist schon eine tolle Leistung“, denn immerhin tritt Pia damit in die Fußstapfen so erfolgreicher Moerser Eigengewächse wie Hannah Fenger und Natascha Gollan.

Zwei Ranglistenpunkte geholt

Nicht ganz so zufrieden war Paul Tenbergen, ebenfalls ein Fechter aus der Moerser Talentschmiede. Er startete allerdings grippegeschwächt beim Eden Cup, dem Junioren-Weltcup in London und hatte daher die Zielsetzung zumindest die k.-o.-Runde zu erreichen. Mit drei gewonnenen und drei verlorenen Gefechten klappte dieses Vorhaben.

Mit Elisha Yuno aus den Niederlanden hatte er in seinem k.-o.-Gefecht einen Gegner auf der Bahn, gegen den Tenbergen in Normalform eigentlich wenig Probleme haben sollte. An diesem Tag lief allerdings nicht viel beim Moerser Fechter zusammen und so unterlag er deutlich mit 7:15.

Mit Platz 69 im Gepäck trat Tenbergen die Heimreise an. „Immerhin habe ich hier zwei Punkte für die Deutsche Rangliste holen können, mehr war heute leider nicht drin“, sagte er anschließend.

Nun heißt es für beide Moerser Athleten wieder Kräfte sammeln für die nächsten Herausforderungen. Während Pia Ueltgesforth, neben einem Perspektivkader-Lehrgang beim FC Tauberbischofsheim, Turnierteilnahmen beim Fair-Ressort Cup in Jena und am Ende des Monats noch den heimischen Sparkassen-Cup im Kalender stehen hat, geht es für Tenbergen zum Aktiventurnier nach Esslingen und in Anschluss zum nächsten Junioren-Weltcup ins französische Aix-en-Provence.

Neben den beiden Talenten war aber noch weiterer Moerser Florettnachwuchs am vergangen Wochenende auf der Bahn. In Recklinghausen stand die „Recklinghäuser Schneeballschlacht“ in der Altersklasse Schüler auf dem Programm. Anders als der Name vermuten lässt ging es hier aber nicht mit Schneebällen auf die Bahn sondern eben mit dem Florett.

Bei den Schülerinnen im ältesten Jahrgang waren gleich vier Moerser Fechterinnen am Start. Emily Klockhaus belegte dort Platz zwei vor ihrer Vereinskameradin Celine Pachmann. Im mittleren Jahrgang konnte Renee Oymann mit Platz drei ebenfalls einen Platz auf dem Treppchen ergattern. Mit Lilli Lammert und Alexander Hilbrandt verpassten gleich zwei Moerser Nachwuchsfechter das Siegertreppchen nur ganz knapp. „Manche unserer Kinder sammeln hier erste Turniererfahrungen – und dafür haben sie sich wacker geschlagen“, so der Moerser Fechttrainer Herbert Wagner.