Moerser SC zu unbeständig
15.02.2012 | 22:30 Uhr 2012-02-15T22:30:00+0100
Volleyball-Bundesligist Moerser SC hatte im Vorfeld angekündigt, im Spiel beim Rekord- und amtierenden Meister VfB Friedrichshafen zumindest etwas fürs Satzverhältnis tun zu wollen.
Dass aber gleich der erste Durchgang an die Adler ging, war nach der frühen 6:2-Führung der Gastgeber nicht unbedingt zu erwarten. Aber das Team um MSC-Trainer Chang Cheng Liu musste am Ende den Gastgebern zu deren 3:1 (23:25, 25:17, 25:23, 25:20)-Erfolg gratulieren. Wobei für die 1:0-Satzführung beim entscheidenden Ball kein Moerser zuständig war. Den erledigte VfB-Neuzugang Leonardo Ribeiro Nas dos Santos mit einem Ball ins Aus.
Liu hatte Dirk-Jan van Gendt, Tim Broshog, Oskar Klingner, Marvin Prolingheuer, Ewoud Gommans und Janis Smedins ins Rennen geschickt. Michael Olieman musste wegen seiner Bauchmuskelzerrung auf einen Einsatz gegen den Rekordmeister verzichten. Trotzdem zeigten sich die Adler kämpferisch.
Bärenstark
Es hatte sogar zu Beginn des zweiten Satzes, beim 5:2 für Moers, den Anschein, als würden die Adler durchmarschieren zum zweiten Satzerfolg. Doch da hatte Friedrichshafen dann doch etwas dagegen. Jetzt spielten die Gastgeber bärenstark auf, holten sich den Durchgang am Ende deutlich mit 25:17 – und ließen Moers dabei keine Chance.
Ganz anders das Bild im dritten Satz. Zwar wollte sich Friedrichshafen früh mit 5:3 auf und davon machen, doch Moers fing den VfB noch einmal ein, glich am Ende aus, hielt den Durchgang absolut offen. Steve Keir konnte jedoch dem Doch ein Fehler zu viel – und der Satz war mit 23:25 für den MSC futsch.
Im vierten Satz fing Moers gar nicht schlecht an, lag mit 8:5 erwartungsvoll in Führung. Doch mit einer Aufschlagserie drehte Milos Vemic den Durchgang zugunsten des VfB. Der lag nun mit 13:8 vorne, sicherte sich den Satz über 21:14 schließlich mit 25:20. Wobei gerade beim 21:14 VfB-Coach Stelian Moculescu eine Schiedsrichter-Entscheidung vehement kritisierte.
Am Ende eher überflüssig, weil Moers letztendlich zu schwach in der Annahme war und Friedrichshafen insgesamt zehn Asse erlaubte.
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