Moerser SC wahrt seine Chance im Abstiegskampf

Personalsorgen: Chang Cheng Liu (rechts), Trainer beim Moerser SC, und sein „Co“ Klaus Schmidt-Kotte überlegen, wen sie bringen können.Foto:J. Sabarz
Personalsorgen: Chang Cheng Liu (rechts), Trainer beim Moerser SC, und sein „Co“ Klaus Schmidt-Kotte überlegen, wen sie bringen können.Foto:J. Sabarz

Chang Cheng Liu muss sich Sorgen über seine Sorgenfalten machen. Der Trainer des Volleyball-Regionalligisten Moerser SC hat momentan eine Menge davon. Schon deshalb, weil gerade seine jungen Spieler unter erheblicher Doppelbelastung leiden und kaum ein gemeinsames Training zustande kommt. Dennoch gewann Moers die Partie gegen den Tabellennachbarn VBC 69 Paderborn mit 3:2 (25:17, 21:25, 15:25, 25:15, 15:11), sicherte sich so zumindest zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf, der ohne diesen Sieg fast schon entschieden gewesen wäre. Gegen Moers.

Sven Simon war noch angeschlagen, Matthias Köhler nicht einsatzbereit, Zuspieler Niklas Kotte weiter verletzt: Der Moerser SC ging auf dem Zahnfleisch. Immerhin hatte sich Mittelblocker Christian Jung zurückgemeldet, aus Rumeln kam Andreas Tins, der nach nur zwei Trainingseinheiten schon im Kader stand. Dazu kamen mit Luca Wagner, Jacob Hofmann und Christopher Schäperklaus drei junge U18-Akteure, die sofort nach ihrem Spiel in Hilden in der Ersten standen. Das Team komplettierten Pascal Peters, Dimitris Nikolaidis, Frederik Mingers, Tim Elsner, Sebastian Blum, Christian Jung sowie Sven Simon und Laurin Steinwartz, womit Liu gleich zwei Liberos im Aufgebot hatte – in dieser Saison äußerst selten.

Unerwartet gut

Dennoch lief es im ersten Satz unerwartet gut. Moers übernahm die Führung, ließ sich auch durch die Paderborner Auszeiten bei 7:4 und 15:9 nicht beirren und machte den Sack zu.

Doch das ging nicht so weiter. Im zweiten Satz lag Moers 0:4 und 4:10 hinten, gab den Durchgang genauso ab wie den dritten. Dort lagen die Gastgeber bereits mit 1:7 und 7:14 zurück. Liu versuchte in dieser Phase, den Moersern Stabilität zu verpassen, versuchte mit Wechseln alles. Doch nichts klappte. Paderborn witterte Morgenluft, doch der MSC gab sich nicht auf.

Liu raufte sich schon die Haare, da kam die Wende. Die MSC-Aufschläge waren nun konstanter, die knapp besetzten Paderborner ließen nach. Der MSC ohne gravierende Fehler, die Gäste wackelten: Satzausgleich zum 2:2, der Tiebreak musste vor 200 Zuschauern entscheiden. Und das tat er zugunsten der Hausherren.

Chang Cheng Liu: „Ein wichtiger Sieg, der mich Nerven gekostet hat. Wir trainieren zu wenig gemeinsam, ich sehe einfach eine zu hohe Fehlerquote bei uns. Unser Neuzugang Andreas Tins hat der Mannschaft geholfen, wir haben jetzt einen hohen Mittelblocker. Aber die Abstimmung fehlt natürlich. Wir müssen nun weiter auf uns schauen und Punkte holen – egal wie.“

Die nächsten Spiele zeigen, ob Moers noch den drittletzten Platz und damit die Chance auf ein Relegationsspiel erreichen kann.

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