Moerser SC stellt sich in Mülheim vor
02.06.2010 | 19:28 Uhr 2010-06-02T19:28:00+0200
Moers/Mülheim. Heinz Moseler, Betriebsleiter des Mülheimer SportService, nennt den unverhofften Zuwachs „eine Verkettung glücklicher Zufälle“. Gemeint ist der sportliche Zuwachs an der Ruhr mit dem Volleyball-Bundesligisten Moerser SC, der sich nun Mülheim vorstellte.
„Moers hatte Probleme – wir haben die geeignete Halle. So haben wir schnell zueinander gefunden“, freut sich Moseler über die Verhandlungen mit MSC-Präsident Günter Krivec. Und über die Tatsache, dass die RWE-Halle nun eine Heimmannschaft beherbergt, die für etwa 20 Belegungstage – Liga, Pokal, Play-off oder Play-down – steht.
Krivec rechnet mit
500 Fans aus Moers
Das erste Heimspiel im Asyl ist am 27. Oktober gegen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen. Die RWE-Halle fasst 2200 Besucher. Krivec rechnet pro Spiel mit rund 500 Zuschauern aus Moers. Fraglich ist, wie die Mülheimer die neue Offerte annehmen.
Krivec versteht sich mit dem Umzug an die Ruhr nicht als „Eindringling“. „Wir wollen der Stadt, die uns als fremdem Verein Obdach gewährt, auch etwas zurückgeben.“ Dies wird nach dem Motto „Die Adler gehen in die Schule“ geschehen. Das in Moers seit Jahren erfolgreich laufende Schulprojekt wird der MSC spätestens nach den Herbstferien parallel auch in Mülheim anlaufen lassen. Bundesligaspieler bieten dann sechs Schulen eine freiwillige Volleyball-AG an – in Zusammenarbeit mit hiesigen Vereinen. Eben so, wie es der Verein in Moers bereits erfolgreich angeboten und praktiziert hat.
Dass der MSC mit dem Sponsor Sparkasse am Niederrhein nun in Mülheim antritt, ist für den Sparkassen-Direktor Giovanni Malaponti kein Problem: „Wir bleiben Sponsor. Die Entscheidung ist ja aus der Not entstanden. Wir wünschen dem MSC natürlich viel Erfolg und haben die Hoffnung, dass er bald wieder zurück kommt, wenn in Moers die neue Halle fertig ist.“
Zum Auftakt der Volleyball-Bundesliga-Saison 2010/2011 muss der Moerser SC am 23. Oktober beim Rekordmeister VfB Friedrichshafen antreten. Zum Saisonstart, 23./24. Oktober, hat Aufsteiger VC Gotha spielfrei, Bottrop erwartet den zweiten Aufsteiger vom TSV Bayer 04 Leverkusen und VCO Berlin, der dritte Aufsteiger, empfängt Generali Haching. Die weiteren Paarungen: VC Spergau-Bad Dürrenberg - Evivo Düren, Enbw TV Rottenburg - SCC Berlin, Netzhoppers KW-Bestensee - TV Bühl.
Am 27. Oktober empfängt der MSC in seinem ersten Spiel in Mülheim die Netzhoppers. Außerdem: Bühl - Rottenburg, SCC - Bottrop, Leverkusen - Spergau, Düren - VCO, Gotha - Friedrichshafen. Die weiteren MSC-Hinrunden-Partien:
30./31. 10:Rottenburg - MSC; 6./7. November: MSC - Bottrop; 10.11.: Spergau - Moers; 13./14.11.: MSC - VCO; 20./21.11.: Haching - MSC; 1. Dezember: MSC - Düren; 4./5. Dezember: Leverkusen - MSC; 18./19.12.: MSC - SCC; 30.12.: Bühl - MSC; 15./16. Januar: MSC - Gotha.
Die MSC-Rückrundenspiele:
22./23.1.: MSC - Friedrichshafen; 26.1.: Netzhoppers - MSC; 29./30.1.: MSC - Rottenburg; 5./6. Februar: Bottrop - MSC; 12./13.2.: MSC - Spergau; 16.2.: VCO - MSC; 19./20.2.: MSC - Hachingen; 26./27.2.: Düren - MSC; 12./13. März: MSC - Leverkusen; 16.3.: SCC - MSC; 19./20.3.: MSC - Bühl; 2./3. April: Gotha - MSC.
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