Moerser SC: Die Liga liegt Düren
30.11.2010 | 18:06 Uhr 2010-11-30T18:06:00+0100
Mit einem Erfolg gegen Düren könnte sich der Volleyball-Bundesligist Moerser SC heute Luft zur unteren Tabellenhälfte verschaffen. Die Adler stehen mit 8:6 Punkten auf Rang sechs, Düren einen Platz dahinter – mit 6:6 Punkte und einem Spiel weniger.
Doch so einfach wird das ganz bestimmt nicht, wenn der MSC um 19.30 Uhr, die Gäste in der RWE-Sporthalle in Mülheim an der Ruhr, zum Westderby empfängt.
Denn der letzte Sieg gegen Düren liegt mehr als anderthalb Jahre zurück. In der Liga. Am 2. März 2009 erkämpften sich die Adler einen mühevollen 3:2-Sieg. Danach gab’s zwei Klatschen (0:3, 1:3).
Im Pokal sieht die Bilanz anders aus. Besser für den MSC. Zweimal hintereinander konnte Düren aus dem Wettbewerb geworfen werden, einmal im Viertel- und einmal im Halbfinale. Doch der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze, die in der Bundesliga irgendwie nicht gelten wollen.
Zurückerobertes Selbstbewusstsein
Dort ist Düren nicht optimal gestartet, hatte mit Haching und SCC Berlin aber auch zwei Hochkaräter am dritten und vierten Spieltag. Dazwischen gab’s den eingeplanten Erfolg gegen VCO Berlin – mit einem Satzverlust. Die 2:3-Niederlage zum Saisonstart gegen Mitteldeutschland müssen die Dürener wohl als Ausrutscher abhaken. Denn danach wurde gegen die Titanen und Bühl zu Null gewonnen. Kurzum: Die Gäste kommen mit zurückeroberten Selbstbewusstsein nach Mülheim. Der Ex-Moerser und Ex-Nationalspieler Stefan Hübner wird dem Dürener Block allerdings fehlen. Er ist am Knie verletzt. Doch mit dem aktuellen Auswahlspieler und einstigen Italien-Legionär Christian Dünnes sowie Neuzugang Olivier Nongny, Nationalspieler Kameruns, ist das Team von Trainer Sven Anton gut besetzt. Möglicherweise besser als der MSC. Doch Bange machen gilt nicht.
„Düren wird weiter daran arbeiten, die Nummer eins im Westen werden zu wollen“, glaubt MSC-Coach Chang Cheng Liu, der das gerne verhindern möchte. Nach dem Pokalsieg gegen Bühl meinte Liu, dass sein Team gegen Düren mindestens „20 Prozent zulegen“ müsse, um eine Siegchance zu haben. Gemeint ist vor allem der Aufschlag und der Angriff bei den Adlern. „Wir müssen im Aufschlag mehr Druck machen – die Bühler konnten eigentlich ganz gut annehmen. Düren wird da stärker sein. Auch im Block wird Düren uns mehr Probleme bereiten.“
Bei den Gästen macht wohl Zuspieler Ilja Wiederschein gegen Moers sein letztes Spiel – nach Querelen im Team. Außerdem soll noch Neuzugang Petko Tunchev aus der Mannschaft geflogen sein.
Und auch gegen Düren gilt: Bis zum Jahresende gibt’s zum 25. Vereinsjubiläum des Moerser SC zwei Euro Nachlass auf jede Eintrittskarte.
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