Moerser Adler hadern mit ihrer schwachen Trefferquote

Die Moerser Adler HSG ließ nach zuletzt vier Siegen in Serie nun erstmals wieder Federn. Der Handball-Verbandsligist unterlag bei der HSG Mülheim verdient mit 26:30 (12:15).

Die Gäste konnten überraschender Weise in personeller Hinsicht aus dem Vollen schöpfen. Alle zuletzt angeschlagenen Spieler meldeten sich fit. Die Partie nahm umgehend Fahrt auf. Es gab gute, aber auch hektische Momente. Moers präsentierte sich beim Tabellenvierten aus Mülheim hoch motiviert, lag noch mit 7:5 in Front. Aber es schlichen sich Fehler ein, vornehmlich bei der Chancenverwertung. Die Spieler verwarfen zu oft, ließen beste Möglichkeiten sträflich ungenutzt.

Mülheim hingegen spielte viel effizienter, bog den Rückstand um und ging sogar noch mit einem Drei-Tore-Polster in die Halbzeitpause.

Unsichere Deckung

Die Moerser fanden auch nach dem Seitenwechsel nicht zurück in die Erfolgsspur. Die Trefferquote blieb schwach. Selbst die zuletzt gewohnt sichere Deckung suchte vergebens nach Stabilität. Die Adler wirkten unsicher, gerieten immer mehr in Rückstand (20:27). Um Mülheim weiter zu fordern und vor neue Aufgaben zu stellen, wurde die Moerser Abwehrausrichtung immer offensiver – bis hin zu einer doppelten Manndeckung. Doch alle Mühe war letztendlich vergebens. Moers musste die Mülheimer Überlegenheit anerkennen und verlor zurecht.

„Die Niederlage ist zunächst einmal verdient, aber eindeutig auch unserer schwachen Chancenverwertung geschuldet“, erklärte HSG-Trainer Dieter Lau. „Meiner Mannschaft fehlte zudem die gewohnte Stabilität in der Verteidigung.“

HSG: Lange 9, Opper 6, Windrath 2, Brand 2, Rosendahl 2, Beutelt 2, Vook 1/1, Stark 1, Feltgen 1.