Moerser Adler haben Personalsorgen

Fehlt definitiv: „Urlauber“ Michael Brand, mit Ball.Foto:Christoph Karl Banski
Fehlt definitiv: „Urlauber“ Michael Brand, mit Ball.Foto:Christoph Karl Banski

Es geht derzeit stetig einen kleinen Schritt nach vorne.

Die Verbandsliga-Handballer der Moerser Adler HSG sind daher gut gelaunt. Die Lau-Schützlinge haben zuletzt viermal das Parkett als Sieger verlassen. Um diese kleine Serie fortzuführen, gilt es Samstag, um 18 Uhr, die hohe Auswärtshürde bei der HSG Mülheim zu überspringen.

Die gute Moerser Stimmung wird allerdings durch massive Personalprobleme getrübt: Es gibt momentan gleich etliche „Wackelkandidaten“. Sicher ist nur, dass Rückraumspieler Michael Brand aufgrund eines Urlaubs fehlen wird. Fraglich ist aber auch der Einsatz des zweiten Linkshänders auf dieser halbrechten Position: Stephan Windrath ist nach seiner Sprunggelenkverletzung immer noch nicht richtig fit. Christian Lange (Schulter) und Alexander Sobiech (Erkältung) drohen zudem auszufallen.

„Ich bin gespannt, wer aufläuft und wer nicht“, betont HSG-Trainer Dieter Lau. „Wenn alle angeschlagenen Spieler ausfallen, sinken natürlich unsere Chancen, in Mülheim etwas zu holen, rapide. Aber wir warten erst einmal ab. Meiner Mannschaft ist es zuletzt mehrmals geglückt, den einen oder anderen Ausfall zu kompensieren. Die Stimmung und die Moral sind gut – vielleicht gelingt ja die Überraschung.“

Toller Gegenstoß

Mülheim hat seine Vorzüge in der gut aufgeräumten Defensive. Die Absprachen greifen – die Zuordnungen stimmen. Ein weiteres Plus ist der Vortrag des flinken Gegenstoßes. Die Hausherren warten nur auf die Fehler des Gegners, laufen eine überdurchschnittlich gute erste und zweite Welle.

Aber auch der Moerser Deckungsauftritt konnte sich in den letzten Wochen sehen lassen. Die Mannschaft fühlt sich in der praktizierten 5:1-Variante pudelwohl, kassierte in den beiden letzten Spielen gegen Lürrip und Wesel jeweils unter 20 Gegentore.