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Moers: Erinnerungen an eine ruhmreiche Vergangenheit

22.05.2012 | 23:45 Uhr

Nach 50 Jahren trafen sich jetzt ehemalige Fußballer des früheren TuS Meerbeck (heute MSV Moers) mit Torwart Werner Pfeifer im Café Mehrhoff in Moers. Dem ehemaligen Profi zwischen den Pfosten.

Die früheren Meerbecker Alfred und Viktor Heubach, Jürgen Knapp, Rudolf Ehrhardt und Alwin Watzke, der das Treffen organisierte, sowie der ehemalige TuS-Geschäftsführer, Hans-Jürgen Polenz (angereist aus dem münsterländischen Lüdinghausen) verbrachten mit Pfeifer einen schönen Nachmittag in gemütlicher Atmosphäre mit vielen Erinnerungen und Episoden aus der „alten guten Fußballzeit“ beim TuS Meerbeck.

Die Zeit verging viel zu schnell, um alle Erinnerungen zu besprechen. Gesprächsstoff wäre noch für mehrere Stunden gewesen. Die Gespräche werden spätestens im September 2013 zum 100-jährigen Vereinsjubiläum des TuS Meerbeck fortgesetzt.

Spiel gegen England an der Seite von Horst-Dieter Höttges

In der Bergarbeitersiedlung „Kolonie Meerbeck“ , wuchs Werner Pfeifer in der TuS-Mannschaft sportlich heran und spielte sich als A-Jugendlicher über die westdeutsche Auswahl in die DFB-Jugendnationalmannschaft. 1962 gehörte er zum Kader der Amateurnationalmannschaft im Spiel Italien gegen Deutschland in Hannover.

Er blieb auch weiter im Fokus der DFB-Beobachter und stand 1963 im Tor der deutschen U23-Nationalmannschaft in Liverpool gegen England mit Spielern wie dem späteren Bremer Vize-Weltmeister Horst-Dieter Höttges. Im Sommer wechselte Pfeifer zum Tabellenfünften der Fußball-Bundesliga, zum VfB Stuttgart, wo er neben Torwart Günter Sawitzki die Spiele bestritt. Unter Trainer Rudi Gutendorf hütete er am 2. April 1966 das VfB-Tor beim 5:0-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach. Angeführt von VfB-Mittelläufer Klaus-Dieter Sieloff hielt die Schwaben-Abwehr die torgefährlichen „Fohlen-Angreifer“ Jupp Heynckes, Herbert Laumen, Bernd Rupp und Günter Netzer dabei in Schach.

Später spielte er bei Fortuna Düsseldorf (1962 bis 1964 ind der Oberliga West unter den Trainern Jupp Derwall und Kuno Klötzer). Danach wechselte er zum Bundesligisten VfB Stuttgart. Schließlich spielte er noch von 1967 bis 1970 VfR Heilbronn (1968 Aufstieg in die Regionalliga Süd, damals die zweite Liga Deutschlands) und danach beim SSV Ulm. Dort beendete er 1971 seine aktive Karriere.

Anschließend war er als Verbandssportlehrer beim Württembergischen Fußballverband tätig und von 1986 bis 2003 beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband. Dort war er gleichzeitig auch noch Leiter der Sportschule Malente. Zudem war er Mitautor der Bände 15 und 20 der WFV-Schriftenreihe „Fußball Praxis“, 3. und 4. Teil, Jugendtraining I und II, in den Jahren 1982 und 1984.

NRZ/WAZ



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