Mit Kampf nötiges Selbstbewusstsein tanken

Ein Bild mit Symbolcharakter: So wie hier die am Boden liegende Rückraumspielerin Angelika Bensch – es hilft „Physio“ Andreas Claßen – hat die Mannschaft des TuS Lintfort derzeit einige Probleme auf dem Spielfeld, sollte aber alles daran setzen, Sonntag in Solingen wieder aufzustehen.
Ein Bild mit Symbolcharakter: So wie hier die am Boden liegende Rückraumspielerin Angelika Bensch – es hilft „Physio“ Andreas Claßen – hat die Mannschaft des TuS Lintfort derzeit einige Probleme auf dem Spielfeld, sollte aber alles daran setzen, Sonntag in Solingen wieder aufzustehen.
Foto: FUNKE Foto Services

Es kriselt bereits seit längerem. Die anhaltende Durststrecke (3:11 Punkte) hinterlässt sichtbare Spuren auf dem angekratzten Nervenkostüm. Formschwäche, Verletzungen sind die eine Sache – sich nicht wehren, aufgeben oder gar in Selbstmitleid zu zerfließen sind schlimme Steigerungen. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort müssen aufpassen, damit eine nach wie vor recht anständige Saison nicht noch einen total bitteren Beigeschmack bekommt. Auf die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein wartet das letzte Auswärtsspiel. Es geht Sonntag, um 17 Uhr, zum HSV Solingen/Gräfrath.

Die TuS-Spielerinnen verlieren wöchentlich mehr an Selbstbewusstsein. Vorläufiger Höhepunkt war der schwache Auftritt unlängst gegen Bretzenheim. Die Niederlage gegen den designierten Aufsteiger gilt es zu akzeptieren – aber die TuS- Spielerinnen haben sich kollektiv, kampflos in ihr Schicksal ergeben. Selbst Leistungsträgerinnen wie Harma van Kreij oder Eefje Huijsmans sind relativ frühzeitig „abgetaucht“, nahmen ihre Führungsrollen nicht wahr.

Enger Zusammenrücken

Nun bei der stets emotionsgeladenen Partie gegen Solingen gilt es nochmals eng zusammenzurücken. Nur mit mannschaftlicher Geschlossenheit ist Wiedergutmachung überhaupt möglich.

„Ich denke, es wird ein ganz enges Spiel“, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Eine Leistungssteigerung ist die Grundvoraussetzung. Aber meine Mädels müssen zudem Moral beweisen, sich unbedingt aus der Schockstarre befreien. Die nötigen Sicherheiten müssen wir uns mit einer aggressiven Deckungsausrichtung holen. Es gilt unbedingt, den Kampf um jeden Ball anzunehmen. Im Angriff wird es mit Sicherheit Höhen und Tiefen geben.“

Der HSV Gräfrath/Solingen hatte sich für die laufende Saison einiges vorgenommen – unterm Strich sprang wenig heraus. Das Team konnte nie ins Meisterschaftsrennen eingreifen. Der Verein reagierte: Es gab nach mäßigen Auftritten einen Trainerwechsel, Spielerinnen wurden aussortiert. Der HSV richtet sich derzeit neu aus – stellt die Weichen für die Zukunft.

Der HSV Solingen/Gräfrath hat seine Vorzüge ganz klar in einem torhungrigen Angriff – von nahezu allen Position geht eine stete Gefahr aus. Aber die Mannschaft kassiert auch regelmäßig eine Menge an Gegentoren.