Lukas Peer zur Bestleistung mit bandagiertem Fuß

Die Leichtathleten vom Team Niederrhein um Trainer Hannes Hücklekemkes (Mitte) haben sich jetzt bei ihren Wettkämpfen klasse geschlagen. Mit dabei waren: (von links) Michael Fischer, Lukas Peer, Lukas Eisele und Marc van Rechtern.
Die Leichtathleten vom Team Niederrhein um Trainer Hannes Hücklekemkes (Mitte) haben sich jetzt bei ihren Wettkämpfen klasse geschlagen. Mit dabei waren: (von links) Michael Fischer, Lukas Peer, Lukas Eisele und Marc van Rechtern.

Zehn neue Bestleistungen, elf Podiumsplätze sowie fünf weitere Platzierungen bis Platz elf in 18 Wettbewerben.

Das war die Bilanz der Aktiven vom Team Niederrhein bei den Leichtathletik-Nordrhein-Hallenmeisterschaften.

Michael Fischer (U20) war von seinem Trainer Werner Koleiski perfekt auf die NRW-Winterwurf-Meisterschaften im Diskuswurf vorbereitet. Fischer wurde mit neuer Bestleistung von 47,32 Metern Vizemeister und qualifizierte sich ganz sicher für die deutschen Jugend-Winterwurfmeisterschaften in Jena.

Lisa Hampel holte sich einen starken dritten Platz im 60-Meter-Hürdensprint bei den Frauen mit neuer Bestleistung von 8,80 Sekunden. 2014 wäre das noch die Qualifikation zu den deutschen Hallenmeisterschaften der Frauen gewesen. Aber in diesem Jahr wurde die Norm von 8,85 auf 8,75 Sekunden heruntergesetzt.

Die Norm nachreichen

Trainer Hannes Hücklekemkes: „Ich gehe davon aus, dass Lisa die Norm in zwei Wochen bei den westdeutschen Meisterschaften nachreicht. Denn nach einer kleinen Unterbrechung mit verspanntem Rücken, ist sie nun wieder voll belastbar.“

Die Freude über die guten Leistungen und Platzierungen wurde ein wenig getrübt, da dem Team Niederrhein zwei eigentlich sichere Medaillen durch die Lappen gingen. Lukas Peer (U20) ist in diesem Winter bisher im Training und beim Wettkampf über die ab 2015 für ihn höheren ein-Meter-Hürden gut zurechtgekommen und hat die Qualifikation von 8,50 Sekunden über 60m-Hürden für die kommenden Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Neubrandenburg bereits geschafft.

Jedoch stellten sich bei den Nordrhein-Titelkämpfen nur wenige Teilnehmer dem Starter, so ging es ohne Vorläufe ins Finale. Peer kam gut aus den Startblöcken und war sofort an seinem Konkurrenten dran, als er vor der Hürde mit dem Fuß etwas wegknickte, seinen Rhythmus verlor und schließlich ausschied.

Weil aber die Vorläufe ausgefallen waren, gab es einen Einlagelauf über 60m-Hürden – allerdings ohne Meisterschaftswertung. Dabei kam Peer mit bandagiertem Fuß prima zurecht und wurde in 8,41 Sekunden Zweiter in neuer Bestleistung.

Die 4x200m-U20-Staffel gehörte mit der Bestleistung aus dem Frühjahr 2014 in 1:30.90 Minuten zu den Titelaspiranten. Simon Schulz startete super auf der Außenbahn.

Zerrung im Oberschenkel

Doch nach 80 Metern bekam er eine Zerrung im Oberschenkel – die Staffel schied aus. Nun müssen die Jungs am kommenden Wochenende beim Wettkampf in Dortmund „nachsitzen“, um die Norm von 1:36,00 Minuten für die deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften zu schaffen. „Das ist schon bitter, denn um den Titel wollten wir unbedingt mitlaufen und gleichzeitig die Norm abhaken“, so Hücklekemkes.

Fischer schaffte nach der Vizemeisterschaft noch einen vierten Platz im Kugelstoßen mit guten 12,69m. Lucas Mischke (U20) lief über 200m in einem starken Teilnehmerfeld auf Rang fünf mit Bestleistung von 22,95 Sekunden.

Seinen Einstand in der für ihn neuen Altersklasse bei den Männern bei einer Landesmeisterschaft löste Marc van Rechtern mit Bravur. Er wurde sowohl im 60m (7,25sek) und 200m-Sprint (23,17) jeweils Zehnter.