Lange Reise ohne Punkte
16.03.2011 | 21:36 Uhr 2011-03-16T21:36:00+0100
Einmal quer durch die Republik und zurück für exakt 72 Minuten Volleyball. So sah das Programm der Bundesliga-Volleyballer vom Moerser SC am gestrigen Mittwoch aus.
Die Reise führte sie zum SCC Berlin, wo die Adler am Abend eine 0:3 (21:25, 18:25, 18:25)-Niederlage kassierten. Schon der Start ins Spiel verlief äußerst unglücklich aus Sicht der Moerser. Berlin trat im Aufschlag derart dominant auf, dass die Adler kaum wussten, wie sie reagieren sollten. Beim 1:5 nahm Trainer Chang Cheng Liu die erste Auszeit. Danach wurde die Annahme des MSC zwar sicherer, doch Berlin ließ sich davon nicht beeindrucken. Die Adler wehrten sich dennoch gegen die Dominanz der Gastgeber und verkürzten den Rückstand bis zur zweiten Auszeit auf drei Zähler zum 13:16. Später kamen sie sogar noch auf 20:22 heran, dann aber machten die Berliner ernst und sicherten sich den Satz.
Einbruch im
zweiten Satz
Damit war auch schon die Frage beantwortet, ob der MSC eine Chance auf den Sieg haben würde. Die Berliner wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und bauten kontinuierlich ihren Vorsprung aus. Zwischenzeitlich lagen die Gastgeber sogar mit zehn Punkten in Führung. Hauptsächlich lag das an ihrem Außenangreifer Salvador Hidalgo, der den Adlern sowohl im Angriff als auch im Aufschlag immer wieder Probleme bereitete. „Da hatten wir einfach nichts entgegenzusetzen“, gab Kapitän Tobias Neumann zu. Auf der anderen Seite blieben die Moerser zu oft ohne die nötige Durchschlagskraft. So mussten sie sich auch im zweiten Satz deutlich geschlagen geben.
Damit war die Partie natürlich entschieden, denn obwohl die MSC-Spieler sich nicht aufgaben, behielt Berlin meist die Kontrolle über das Spiel. Immerhin gelang Moers dieses Mal eine 8:7-Führung. Kurzzeitig ließen sich die Berliner dadurch sogar verunsichern Doch dann erhöhten die Hauptstädter wieder das Tempo und zogen auf 10:16 davon. Die letzten Zweifel am Heimsieg waren somit ausgeräumt. Henning Wegter blickte aber bereits nach vorn: „Wir müssen das abhaken, jetzt kommen wichtige Spiele für uns.“ Bereits am Freitagabend geht es im Heimspiel gegen den CV Mitteldeutschland um die nächsten Punkte.
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