Landestrainer Jarno Debusschere siegt beim RV Seydlitz Kamp

Er gewann das CIC*-Vielseitigkeitsturnier beim RV Seydlitz Kamp: Jarno Debusschere auf Aristo.Foto:Thorsten Lindekamp
Er gewann das CIC*-Vielseitigkeitsturnier beim RV Seydlitz Kamp: Jarno Debusschere auf Aristo.Foto:Thorsten Lindekamp
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Es gibt Turniere, die sich niemand gerne durch die Lappen gehen lässt.

Vor allem dann nicht, wenn sie bei einem Verein ausgetragen werden, bei dem die Nachwuchsarbeit nicht nur groß geschrieben wird, sondern dabei auch noch besondere Früchte trägt. Und wenn man dann gleichzeitig der Vielseitigkeitslandestrainer der Landes- Reit- und Fahrschule Rheinland in Langenfeld ist und vor knapp einem Monat seinen Trainersitz nach Langenfeld verlegt hat, drängt sich der Besuch eines solchen Wettbewerbes auf, wird quasi zum Pflichtprogramm. Und das alles trifft auf Jarno Debusschere zu.

Der 40-jährige, gebürtige Belgier, der bereits im Alter von 18 Jahren nach Deutschland kam, ließ es sich dann auch nicht nehmen, beim RV Seydlitz Kamp am Wochenende selber an den Start zu gehen.

Auf dem Weg nach Rio

Immerhin möchte er bei den Olympischen Spielen in Rio im nächsten Jahr antreten und nutzt so eben möglichst viele gute Turniere, um weiter Wettbewerbspraxis zu sammeln. Dabei weiß er natürlich auch, dass in Kamp-Lintfort gute Arbeit geleistet wird – und eben gute Turniere angeboten werden.

Denn auch wenn Debusschere im Springparcours oder Dressurviereck unterwegs war, hatte er stets auch einen Blick auf Julika Weyers, Lena Scheepers und Gretha Völke gerichtet – das Trio vom RV Seydlitz Kamp, dass der Landestrainer „von Amts wegen“ unter seine Fittiche hat.

In Kamp-Lintfort hatte Jarno Debusschere aber auch noch Anais Neumann, Nils Kirschbaum, Raquel Reuter und Annika Hoffmann dabei. Allesamt – genau wie sein hiesiges Trio – hochkarätige Teilnehmer.

Auch wenn Gretha Völke gestern nicht zeigen konnte, was sie im Gelände drauf hat. Sie hatte im Springen am Samstag mit Leoni leider zwei Steher vor den Hindernissen. International bedeutet dies leider das Ende im Wettbewerb. Aber für die 15-Jährige war es erst das zweite ein-Sterne-Turnier und das erste auf heimischen Boden. Da flattern auch einfach noch die Nerven allzu sehr.

Zwar dominierte Jarno Debusschere nach der Dressur und Springen das CIC*-Spektakel nahezu, doch Jens Hoffrogge versuchte ihm im Gelände das Leben schwer zu machen. So kam es zum insgesamt spannenden Wettkampf, den sich der Landestrainer auf Aristo nicht mehr aus der Hand nehmen ließ. Auch im Gelände setzte er sich durch. Anais Neumann wurde noch Zweite, Hoffrogge am Ende nur Zwölfter. Wobei der 19. Platz in der Gesamtabrechnung für Julika Weyers eher ein Erfolg bedeutet, zumal die Kamp-Lintforterin als 24. ins Gelände ging.

In der Klasse A** überzeugte schließlich Lena Scheepers auf Cornets Filius. Bei den Jungen Reitern, wurde sie am Ende Zwölfte, Jana Weyers mit Fernet Siebte. In der Klasse E belegte Katharina Eggert bei ihrem erst zweiten Turnier auf Ambra den sechsten Platz und in der 2. Abteilung kam Melanie Wimmelmann auf Ehrentanz auf Rang sieben.

Ihre ganze Familie ließ Pia Theberath jubeln, als sie in der A*-Prüfung auf Chardonnay das Gelände mit der Note 8,4 als Siegerin verließ. Die Zweiplatzierte erhielt nur 7,9 Punkte. Welten in der Vielseitigkeit. Am Ende wurde Pia Theberath nach einer langen Durststrecke Gesamtdritte.

Olympiassieger Dirk Schrade trat leider nicht in Kamp-Lintfort an, sondern in Kreuth. Doch das tat der Klasse bei Seydlitz Kamp keinen Abbruch.