Keine Revanche gegen Haching
06.11.2009 | 23:00 Uhr 2009-11-06T23:00:00+0100Volleyball. Moerser SC verliert das Heimspiel gegen überlegene Hachinger deutlich mit 0:3 Sätzen.
Von einer offenen Rechnung war die Rede, nach dem verlorenen Pokalfinale wollten die Volleyballer des Moerser SC nun endlich ein Sieg gegen Generali Haching einfahren. Gegen das Team von Trainer Mihai Paduretu hatten sie gestern Abend im Adolfinum allerdings keine Chance. Mit 0:3 (19:25, 20:25, 16:25) mussten sie sich geschlagen geben. „Wir sind einfach immer hinterher gelaufen”, fasste MSC-Kapitän Tobias Neumann das Spiel zusammen. „Und immer, wenn es zwischendurch besser lief, kam was dazwischen.” Meistens war das der Hachinger Mittelblock um Armin Dewes, der insgesamt fünf Blockpunkte erzielte und die Moerser Angriffe häufig abrupt beendete. „Dann waren wir sofort wieder nervös”, gestand Neumann. „Und dann klappt es erst recht nicht.”
Auf Seite der Gäste hingegen lief das Spiel fast wie von allein. Nach der schnellen 8:2-Führung im ersten Satz sah es früh nach einem klaren Sieg aus. „Bis auf die Schlussphase im ersten Satz war es ziemlich locker”, gab der Hachinger Diagonalspieler Marco Liefke zu.
Fünf Satzbälle abgewehrt
In jener Phase wehrten die Moerser dank einer Aufschlagserie von Szabolcs Nemeth gleich fünf Satzbälle in Folge ab. „Aber wenn du schon mit zehn Punkten hinten liegst, bringt das dann auch nicht mehr so viel”, sagte Neumann. „Du denkst dann zwar, dass du jetzt im Spiel bist und dann guckst du auf die Anzeigetafel und liegst trotzdem noch deutlich zurück.” Den Satzball mussten die Hachinger übrigens nicht einmal selbst verwandeln, denn der sechste risikoreiche Aufschlag landete im Netz.
Anschließend konnten die Adler das Spiel zwar recht ausgeglichen gestalten und im zweiten Durchgang durch ein Ass von Gabor Nacsa sogar mit 8:7 in Führung gehen. Die Hachinger ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Zur zweiten technischen Auszeit lagen sie bereits wieder mit 16:13 in Front und behielten fortan stets die Kontrolle. Dabei half ihnen auch die Vorbereitung auf das Spiel. Drei Einheiten hatten sie in der Sporthalle des Hachinger Gymnasiums absolviert. „Die Halle war noch schrecklicher als die hier”, verriet Liefke grinsend.
Spezielle Vorbereitung in „schrecklicher Halle”
Ihren Zweck hat die ungewohnte Vorbereitung damit aber erfüllt, so Gästetrainer Paduretu: „Wir haben schließlich den Anspruch, Meister zu werden”, betonte er. „Und dann müssen wir so spielen wie heute.”
Denn auch im dritten Satz wehrte sein Team die Angriffe der unverdrossen kämpfenden Moerser weiterhin souverän ab. Das sah auch Tobias Neumann so. „Haching war heute stärker und hat seine Erfahrung ausgespielt”, lobte er den Gegner. „Wir haben nach dem denkbar schlechten Start einfach immer wieder zuviel nachgedacht.”
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