Kalski kommt für den Angriff

Der VfB Homberg erinnert in der Fußball-Oberliga Niederrhein extrem an den Sketch „Dinner for One“, in dem Hausherrin Miss Sophie zu ihrem Butler James den Kultspruch „same procedure as last year“ sagt. Bei den VfB-Kickern ist es auch immer die gleiche Prozedur. Und am Ende steht stets eine Niederlage.

So auch beim letzten Auswärtsspiel der laufenden Saison, das mit einer 1:4 (1:2)-Klatsche beim TuS 64 Bösinghoven endete. „Wir geißeln uns jedes Mal selbst“, zeigte sich VfB-Trainer Günter Abel bedient.

Die Hausherren profitierten aus einem missglückten Homberger Einwurf und markierten durch Enes Öz das 1:0 (12.). Zwar gelang VfB-Knipser Almir Sogolj nach feiner Vorarbeit von Sunay Acar und Jura Adolf das 1:1 (20.), aber der nächste Patzer ließ nicht lange auf sich warten. Einen Fehlpass von Mo Attris nutzte Takehiro Kubo zur erneuten TuS-Führung (40.). VfB-Keeper Martin Hauffe zeigte danach mehrmals sein Können, patzte allerdings vor dem 3:1 (73.). Das 4:1 resultierte aus einem Konter, den Kubo vollendete. Zu diesem Zeitpunkt agierten die Homberger allerdings in Unterzahl, da Eric Holz Rot gesehen hatte (66.). „Zu hart“, befand Abel. Etwas Erfreuliches hatte der Tag dann doch noch zu bieten. Die Homberger verpflichteten mit Marcel Kalski (23) einen neuen Stürmer von Mitabsteiger Baumberg. Kalski stammt aus der Talentschmiede von Bayer Leverkusen und trug auch schon das Trikot der U 23 des MSV Duisburg.

VfB: Hauffe – Attris (55. Konarski), Hastedt, Polk, Cuhaci – Adolf, Kengne, Acar (85. Kogel), Schweers (56. Rölver), Holz – Sogolj. Tore: 1:0, 3:1 Öz (12., 72.), 1:1 Sogolj (20.), 2:1, 4:1 Kubo (40., 80.).