Jan Roschig verlässt den SV Neukirchen

Jan Roschig (Bildmitte) hier in einer Spielszene gegen den VfB Homberg – seinem künftigen Verein.Foto:Tanja Pickartz
Jan Roschig (Bildmitte) hier in einer Spielszene gegen den VfB Homberg – seinem künftigen Verein.Foto:Tanja Pickartz
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Da muss man sich schon ein wenig die Augen reiben: Jan Roschig verlässt die Verbandsliga-Handballer des SV Neukirchen zum Saisonende.

Er schließt sich dem Ligakonkurrenten und möglichen Oberliga-Aufsteiger VfB Homberg an. Die Entscheidung des Rückraumspielers kommt daher völlig überraschend, weil Jan Roschig den SVN-Verantwortlichen schon vor längerer Zeit seine feste Zusage gab und der Verein diese Entscheidung öffentlich machte. Nun folgt die Rolle rückwärts: Jan Roschig zieht seine Zusage zurück

Doch dem Abwärtstrend konnten zuletzt die Blau-Gelben einen Riegel vorschieben. Nach aufkommender Kritik gelang der heiß erwartete Befreiungsschlag. Der SVN hat Rückgrat bewiesen und einen richtungweisenden Erfolg gegen Korschenbroich eingefahren. Nun gilt es nachzulegen. Der Abstiegsplatz ist zwar in ganz weiter Ferne. Doch es wäre beruhigender, auch den 12. Tabellenplatz zu meiden, um einer möglichen Relegation aus dem Weg zu gehen. Der SV Neukirchen tritt Sonntag, um 11.30 Uhr, bei der HSG Oberhausen an.

Die Relegation meiden

Die Hausherren nehmen derzeit mit 8:18 Punkten genau Tabellenplatz zwölf ein. Gewinnt Neukirchen (12:16) läuft alles nach Fahrplan. Verlieren die Gäste würde Oberhausen bedrohlich nahe kommen. „Wir kennen die große Bedeutung dieses Spiels“, betont SVN-Trainer Björn Baar. „Ich denke, die Siegchancen sind gleichmäßig verteilt. Aber wir wollen unbedingt aus Oberhausen etwas Zählbares mitnehmen“, fordert der Coach.

Der SV Neukirchen schenkt – wie immer – seiner kompakten 6:0-Deckung das Vertrauen. Und gegen Oberhausen gilt es diesen Riegel nochmals zu verdichten. Den Gastgebern fehlt die einfache Wurfgewalt aus dem Rückraum – dafür ist die Spielanlage auf Schnelligkeit ausgelegt. Viele HSG-Spieler verfügen über reichlich Individualität, nutzen die kleinsten Lücken zum Durchbruch.

„Im Torabschluss verbessern“

„Meine Jungs müssen sich in der Abwehr mit schnellen Beinen geschickt verschieben und hellwach bei den Eins-gegen-Eins-Duellen sein“, ergänzt Baar.

Steigerungspotenziale gibt es aber vorwiegend in der Offensive. Neukirchen erspielt sich eigentlich in jedem Spiel genügend Chancen. Nur bei der Umsetzung – sprich der Verwertung – haperte es zuletzt gewaltig. Die Offensive benötigt unterm Strich einfach zu viele Möglichkeiten um endlich ein Tor zu werfen. Und so beschließt Björn Baar auch mit den Worten: „Wir müssen uns im Torabschluss unbedingt verbessern.“