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Volleyball-Bundesliga

In Berlin haben die Adler nichts zu verlieren

12.03.2010 | 22:45 Uhr
In Berlin haben die Adler nichts zu verlieren

Moers. Zwei Spiele muss Volleyball-Bundesligist Moerser SC noch in der Normalrunde absolvieren. Dann stehen die Play-downs an.

Dafür brauchen die Adler wirklich jeden Satz. Den vorletzten Versuch in der laufenden Spielzeit startet der MSC, der auf dem vorletzten, dem elften Tabellenplatz steht,   am Sonntag, 16 Uhr, in der Hauptstadt, beim SCC Berlin, dem Vierten der Liga.

Ohne die Bedeutung der Partie gegen Berlin schmälern zu wollen, haben die Adler allerdings am letzten Spieltag der Saison die beinahe noch wichtigere Partie vor der breiten Hühnerbrust: Der Tabellenachte TV Bühl kommt dann nach Moers, und die Piraten von Bad Dürrenberg/Spergau empfängt den VC Franken. Die Freibeuter stehen mit vier Punkten Vorsprung vor den Moersern, gelten als Hauptkonkurrent des MSC, wenn es um den Klassenerhalt geht.

Gewinnen sowohl Moers als auch Franken, würde sich die Lage für den MSC etwas entspannen – entschärft wäre sie allerdings noch lange nicht. Aber, was hilft alles „wenn“ und „wäre“?

Der MSC muss Sätze und Punkte für einen möglichst guten Play-down-Start sammeln. Möglichst schon gegen Berlin.

Robin Gietzelt (links) stellt im Hinspiel gegen Berlin auf Henning Wegter: doch der fällt in der Rückrundenpartie wohl aus. Foto: Markus Joosten.

Heiß genug wird das Team aus Charlottenburg sicher sein, startet es doch Ende März in der Final-Four-Runde des Challenge Cup, im italienischen Perugia. Moers sollte auf keinen Fall darauf bauen, dass sich die Berliner, die derzeit jede Menge Kraftraining bolzen, dadurch  vom Bundesliga-Alltag ablenken lassen. Die Hauptstätter können immerhin noch Dritter der Liga werden. Auch wenn der Dritte der zweite Verlierer ist.

Eine starke Mannschaft

Aber Moers hat in Berlin nichts zu verlieren. Das weiß auch MSC-Trainer Chang Cheng Liu: „Berlin stellt eine sehr starke Mannschaft.“

Leider sind aber nicht alle Adler fit. Der Horst ist um ein Lazaret erweitert worden: Viktor Bird ist zwar zurück aus Puerto Rico, doch weiterhin in ärztlicher Behandlung. Er will sich auf die Play-down-Runde vorbereiten, um zumindest bei taktischen Wechseln helfen zu können. Henning Wegter konnte wegen einer Fußverletzung die ganze Woche nicht voll trainieren, Dirk Grübler meldete sich für drei Einheiten wegen einer Infektion ab. Und Dominik Sikorski absolviert sein letztes Pflichtspiel in der Jugend von Bayer Wuppertal um die westdeutsche Meisterschaft in Hameln. Der MSC-Kader war eben die gesamte Saison sehr eng.

Das sagt Chang Cheng Liu:

Keinen Mangel konnte MSC-Coach Chang Cheng Liu bei den Berlinern ausmachen: „Ich habe kein Element gefunden, welches wirklich Schwächen aufweist: sehr gute Annahme, mit Skach ein sehr guter Regisseur, Außenangriff und die Mitte stark, Spirovski auf der Diagonalen fast fehlerfrei.“ Aber trotz der für den MSC ernüchternden Daten will Liu nicht früh aufgeben: „Man hat uns gegen Friedrichshafen auch keinen Satzgewinn zugetraut – auch gegen Haching nicht. Dennoch hat die Mannschaft in diesen Spielen eine gute Leistung geboten und Sätze geholt. Wir werden auch gegen Berlin versuchen, zumindest zu einem Teilerfolg zu kommen. Jeder Satzgewinn tut unserer Bilanz gut.“

Uwe Zak

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