In Aachen wartet ein „heißer Tanz“

Auf der Suche nach der Form: Die Österreicherin Patricia Mayr-Achleitner konnte in diesem Jahr noch nicht überzeugen, führt aber morgen erneut das Moerser Team beim Bundesligaspiel in Aachen an.Foto:Christoph Karl Banski
Auf der Suche nach der Form: Die Österreicherin Patricia Mayr-Achleitner konnte in diesem Jahr noch nicht überzeugen, führt aber morgen erneut das Moerser Team beim Bundesligaspiel in Aachen an.Foto:Christoph Karl Banski

Mit einem weiteren Endspiel um den Klassenerhalt starten die Damen des TC Moers 08 morgen in die zweite Saisonhälfte der Tennis-Bundesliga. Um 11 Uhr gastieren sie beim Tabellenletzten TK Blau-Weiss Aachen, und dort erwartet sie ein „heißer Tanz“. Mit einem gemeinsamen Frühstück werden sich die Fans der Kaiserstädter auf die Partie einstimmen, anschließend wollen sie ihre Lieblinge mit einem lautstarken Auftritt zum ersehnten ersten Sieg pushen.

Bislang haben beide Teams gegen exakt die gleichen Gegner gespielt, nämlich gegen die drei ersten Mannschaften der Tabelle aus Ratingen, Karlsruhe und Essen. Dabei schnitten die Moerser Damen allerdings etwas besser ab, denn nur sie konnten dabei einen Erfolg bejubeln: Mit dem sensationellen 5:4-Sieg in Karlsruhe konnten sie sich zunächst ein wenig vom Tabellenende entfernen.

Extreme Stimmung

„Das wird eine heiße Kiste, aber wir freuen uns darauf“, kennt 08-Manager Stefan Hofmann die Vorzeichen der Begegnung. „Die Aachener Fans haben im Vorjahr auf unserer Anlage schon für eine tolle Stimmung gesorgt. Das wird dort sicherlich noch extreme werden, da kommt einiges auf uns zu. Allerdings haben wir auch die Atmosphäre in Karlsruhe überstanden, deswegen denke ich, dass wir auch am Sonntag bestehen können“, so Hofmann.

Dabei hofft er, dass seine Mannschaft ihr „richtiges Gesicht“ zeigen wird, wie es zuletzt in Karlsruhe der Fall war. „Es wäre schon toll, in Aachen zu gewinnen. Dann könnten wir mit einem sehr positiven Gefühl in die Spielpause während der Rasensaison gehen und uns in Ruhe auf den Saisonendspurt Anfang Juli vorbereiten.“

Angeführt wird die Moerser Mannschaft morgen von der Österreicherin Patricia Mayr-Achleitner. „Wir brauchen sie, auch wenn sie aktuell nach einigen Verletzungen auf der Suche nach ihrer Form ist. Aber als Nummer eins ist sie ganz wichtig für unsere Mannschaft“, erklärt Hofmann.

Außerdem spielt der russische Neuzugang Marina Melnikova. „Sie hat sich toll integriert und bringt sich sehr gut ein, zum Beispiel bei der Doppelaufstellung in Karlsruhe“, ist Hofmann begeistert. Dazu kommen die Spanierin Laura Pous Tio, die zuletzt unglücklich in der dritten Qualifikationsrunde der French Open gescheitert ist, die Belgierin Elise Mertens, die Slowenin Tadeja Majeric und die Slowakin Michaela Honcova. Als Alternative reist außerdem Imke Küsgen mit nach Aachen.

Vom Vorjahres-Aufsteiger aus Aachen hält Stefan Hofmann einiges: „Das ist ein starkes, eingespieltes Team mit einem großen Zusammenhalt. Allerdings glaube ich, dass die Mannschaft im Vorjahr noch einen Tick stärker war.“ Abzuwarten bleibt, ob die Topspielerinnen Paula Kania (Polen) und Petra Martic (Kroatien) rechtzeitig aus Paris anreisen können. Zudem schließt Hofmann nicht aus, dass die niederländischen Asse Quirine Lemoine, Eva Wacanno und Demi Schuurs statt in der Bundesliga am Sonntag in der heimischen Ehrendivision spielen könnten.