Im Halbfinale wartet Haching
12.12.2010 | 20:13 Uhr 2010-12-12T20:13:00+0100
Die Bundesliga-Volleyballer des Moerser SC sind derzeit auch im DVV-Pokal nicht zu stoppen und stehen nun bereits im Halbfinale im Kampf um die begehrte Trophäe.
Das erreichten sie gestern Abend mit einem deutlichen 3:0 (25:19, 25:20, 25:22)-Heimerfolg in Mülheim gegen die Titans Bergisches Land. Die hatten sich kurzfristig noch verstärkt. Auf der Bank war der ehemalige MSC-Trainer Georg Grozer zu sehen, der den Wuppertaler Coach Gergely Chowansky unterstützen sollte.
Zu Beginn hatte jedoch das Team seines früheren Co-Trainers Chang Cheng Liu den besseren Start. Nur bis zur ersten technischen Auszeit beim Stand von 8:6 spielten die beiden Mannschaften auf Augenhöhe, dann setzte sich der MSC ab und baute langsam aber sicher einen kleinen Vorsprung auf. Erst kurz vor Schluss sah es plötzlich bedrohlich aus für den MSC. Die Titans kamen nach einer weiteren Auszeit auf zwei Punkte zum 21:19 heran. Doch die Adler nutzten zwei Fehler ihrer Gegner nervenstark aus, und der eingewechselte Zuspieler Tobias Neumann sowie sprunggewaltige Mittelblocker Henning Wegter sorgten am Netz für den Satzgewinn.
Zweiter Satz endet
mit Doppelfehler
Im zweiten Durchgang starteten die Moerser dann wesentlich souveräner als im ersten Satz. Mit 8:1 lagen die Adler bereits in Führung, als es die erste technische Auszeit gab. Diesen Vorsprung konnten sie auch ohne Probleme halten, da Dirk-Jan van Gendt im Zuspiel weiterhin klug Regie führte und seine Angreifer Juan Figueroa, Gertjan Claes und Marvin Prolingheuer immer wieder gut in Szene setzen konnte. Auch die Wechsel funktionierten gut. Der beim Stand von 12:6 eingewechselte Tim Broshog fügte sich im Mittelblock gut ein, und auch Neumann behielt wie im ersten Satz die Ruhe im Zuspiel bei. Dazu profitierten die Adler einmal mehr von Fehlern der Wuppertaler, die weit vom geplant unbeschwerten Auftritt entfernt waren. Beispielhaft dafür waren die Aufschläge der Titans, die es teilweise nicht einmal bis zum Netz schafften. Ein Doppelfehler der Gäste war es schließlich auch, der dem MSC den zweiten Satzgewinn bescherte.
Die folgende Pause half den Gästen jedoch, sich noch einmal zu sammeln und neu zu sortieren. Zum ersten Mal konnten sie zeigen, warum MSC-Trainer Liu im Vorfeld der Begegnung vor ihnen gewarnt hatte. Doch er wusste natürlich auch, wie seine Mannschaft die Titanen stoppen konnte. Die Adler entwickelten wieder Druck und zwangen die Titans damit zu Fehlern. So gewannen sie das Spiel, als Peter Lyck Hansen den letzten Angriff ins Aus schlug. Der nächste Gegner der Adler im Pokal stand da schon fest: Im Halbfinale am 27. Dezember geht es nach Haching.
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