Hofmann, TC Moers 08: „Mein Favorit ist Karlsruhe“

Marina Melnikova, hier bei ihrem 6:4/6:2-Erstrundensieg gegen die Kroatin Petra Martic am vergangenen Dienstag beim Porsche-Grand-Prix in Stuttgart, schlägt in dieser Saison für den TC Moers 08 auf.Foto:Getty Images
Marina Melnikova, hier bei ihrem 6:4/6:2-Erstrundensieg gegen die Kroatin Petra Martic am vergangenen Dienstag beim Porsche-Grand-Prix in Stuttgart, schlägt in dieser Saison für den TC Moers 08 auf.Foto:Getty Images
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Gut zwei Wochen sind es bis zum Saisonstart in der Damen-Tennis-Bundesliga. Erneut ist auch der TC Moers 08 wieder vertreten.

Dieses Mal muss sich der Meister von 2004 mit sechs Konkurrenten auseinandersetzen. In den Titelkampf werden die Moerserinnen aber wohl nicht eingreifen können, zunächst einmal gilt daher der Klassenerhalt als Saisonziel.

Klar ist jetzt schon, dass es nach dem Rückzug des 2014er Meisters aus Bocholt einen neuen Champion geben wird. Für den Moerser Manager Stefan Hofmann kommen dafür nur drei Teams in Frage: Der aktuelle Vizemeister M2Beaute Ratingen sowie die beiden Aufsteiger TC Rüppurr Karlsruhe und Eckert Tennisteam Regensburg.

„Mein persönlicher Favorit ist Karlsruhe“, überrascht Hofmann etwas mit seiner Einschätzung, denn vom Ranking her ist Ratingen noch etwas stärker besetzt. „Ich sehe das Team in der Breite besser aufgestellt. Zudem ist der dortige Teamchef Markus Schur bestens vernetzt und ein toller Stratege, er wird kaum Probleme haben, seine Topspielerinnen zum Einsatz zu bringen.“ Und davon hat Karlsruhe einige unter Vertrag, darunter mit Sabine Lisicki, Annika Beck, Laura Siegemund und Dinah Pfizenmaier vier der besten zehn deutschen Spielerinnen.

Vier der besten zehn Deutschen

Im Vorjahr scheiterte Ratingen nicht nur an der Bocholter Stärke, sondern auch an dem Problem, ständig ohne seine „Top-5“ spielen zu müssen. Darauf haben die Verantwortlichen nun reagiert und auf Spielerinnen wie Andrea Petkovic oder Kaia Kanepi verzichtet. Dazu kamen mit Mona Barthel und Kirsten Flipkens zwei Top-Neuzugänge, die in den Vorjahren in Bocholt oder Stuttgart schon bewiesen haben, dass mit ihnen als Stammkräfte zu rechnen ist. Zum Saisonende muss Karlsruhe am 12. Juli nach Ratingen, hier könnte es also ein echtes Endspiel um den Titel geben.

Bärenstark ist auch der zweite Süd-Aufsteiger aus Regensburg besetzt. Hier stehen sechs Top-100-Spielerinnen auf dem Meldebogen, darunter mit Angelique Kerber und Julia Görges zwei deutsche Fedcup-Spielerinnen. Dazu kommen gleich vier ehemalige Bocholter Spielerinnen. In Topbesetzung wäre Regensburg also auch titelreif.

Hinter diesem Top-Trio rangieren mit Blau-Weiß Berlin und Moers 08 zwei etablierte Vereine auf etwa gleichem Level. Der Hauptstadtklub peilt aufgrund seiner Doppelstärke das obere Drittel an und hat sich mit Petra Cetkovska sowie Yulia Beygelzimer noch einmal verstärkt. Die Moerser setzen ebenfalls auf ihre Neuzugänge Marina Melnikova, Rebecca Peterson und Tadeja Majeric und konzentrieren sich auf die Duelle mit den direkten Konkurrenten, um die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Auch im Nachwuchsbereich

Die nötigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Spielzeit brachte auch die Verlängerung mit dem Sponsor „Druckluft Daumann“ aus Essen mit sich. „Das Unternehmen engagiert sich bei uns als Förderer des Tennissports. Und zwar nicht nur in der Bundesliga, sondern auch im Jugend- und Nachwuchsbereich“, bedankt sich Stefan Hofmann bei seinem Partner.

Am Tabellenende erwarten die Moerser Macher die Konkurrenten von Blau-Weiß Aachen und Etuf Essen. „Diese Mannschaften muss man schlagen, um drin zu bleiben“, betont Sportwart Michael Faber. Nord-Aufsteiger Essen ist noch schwer einzuschätzen, hat mit Richèl Hogenkamp aber zumindest eine starke Topspielerin im Kader. Gegen Aachen muss Moers auswärts antreten und wird dort auf ein mannschaftlich geschlossenes Team treffen. Also wird auch diese Aufgabe keinesfalls leicht werden.