Hastedt von Homberg nach Schwafheim, Weigl nach scherpenberg

Fabian Hastedt kommt vom VfB Homberg nach Schwafheim.Foto:Stephan Eickershoff
Fabian Hastedt kommt vom VfB Homberg nach Schwafheim.Foto:Stephan Eickershoff
Foto: WAZ FotoPool

Nach nur einer Saison endet das Kapitel VfB Homberg bereits wieder für Fabian Hastedt.

Der Defensivspieler, im vergangenen Sommer von Hamborn 07 an den Rheindeich gewechselt, denkt im Fußballbereich ab sofort etwas weniger ambitioniert. In der nächsten Spielzeit schnürt Hastedt für Bezirksligist SV Schwafheim die Schuhe.

Mit dem Studium wird es härter

„Für mich wird es im kommenden Jahr mit dem Studium noch etwas härter und zeitaufwendiger. Deswegen sind für mich vier Trainingseinheiten pro Woche zu viel. Irgendwann muss ich halt den Sport auf einem kleineren Level fahren, weil der Beruf eben Vorrang hat“, so Hastedt. Der 24-Jährige studiert Sport und Geografie auf Lehramt. In einem Jahr will er mit seinem Referendariat beginnen.

Nach zwei Abstiegen in Folge mit Hamborn 07 droht Hastedt aktuell in Homberg der dritte Absturz. Die Linksrheinischen stehen auf dem letzten Tabellenplatz und müssen im Endspurt schon eine Riesenserie starten, um das Unheil noch abzuwenden.

Trainer Günter Abel setzt auf den unbändigen Ehrgeiz seiner Jungs – und auf den von Fabian Hastedt. „Er will unter allen Umständen den dritten Abstieg vermeiden“, so Abel. Hastedt zuckt mit den Schultern: „Ob es ein drittes Mal gibt, weiß ich nicht. Ein Abstieg ist für jeden Spieler großer Mist, so etwas will niemand erleben. Wenn wir das Ding im Endspurt noch hinbiegen, dann feiern wir alle.“ Der Kopfballspezialist sieht zwischen Hamborn und Homberg auch gravierende Unterschiede: „Mit den Löwen war die Situation anders. Da hat das Team es nicht so bis zum Ende durchgezogen wie es hier der Fall ist.“

Nach dem 3:1 über den VdS Nievenheim haben die Homberger ihre Ausgangssituation verbessert. Das rettende Ufer ist in Sicht, zudem stehen noch direkte Duelle gegen Mitkonkurrenten an. Hastedt: „Wir sind wieder dran. Tuchfühlung ist da. Eigentlich hätte damit kaum jemand gerechnet, weil uns die meisten Experten schon lange abgeschrieben haben. Aber wir als Mannschaft haben uns zu keinem Zeitpunkt aufgegeben.“

Ehemaliger Sonsbecker

Der einstige Sonsbecker setzt auf den Überraschungseffekt. „Vielleicht stehen am Ende Teams hinter uns, die daran aktuell noch gar nicht denken.“ Der eventuelle Rückzug der MSV-Reserve ist laut Hastedt „natürlich ein Thema, was wir im Blick haben, aber wir verlassen uns nicht darauf.“ Der Abwehrrecke schiebt nach: „Wichtig ist, dass wir die nötigen Punkte selbst sammeln.“

Was am kommenden Wochenende beim Auswärtsspiel in Wuppertal schwer werden dürfte. In der Hinrunde unterlag der VfB in Unterzahl mit 1:2. „Der Druck“, sagt Fabian Hastedt, „liegt auf dem WSV. Ich sehe die 90 Minuten beim Aufstiegsaspiranten als Bonusspiel. Sonsbeck, die ebenfalls unten drin stehen, hat gegen Wuppertal sogar gewonnen. Daran sieht man, dass in der Oberliga alles möglich ist.“

Parallel zum Unternehmen Klassenerhalt bastelt der VfB am Kader für die neue Saison. Mit Routinier Sunay Acar haben noch keine Gespräche stattgefunden. Wirbelwind Oguzhan Cuhaci soll unter anderem gehalten werden. Neben Hastedt wird auch Keeper Dominik Weigl den VfB verlassen. Weigl spielt künftig für den SV Scherpenberg. Als Neuzugang ist Abwehrroutinier Oliver Rademacher (28) im Gespräch. Sein Vertrag wird beim Oberligisten TV Jahn Hiesfeld nicht verlängert.