Hannah Kambartel steigert sich im Hochsprung

Finn Spitzer (links) und Till Senftleben (rechts) zeigen auch in Süchteln tolle Leistungen über die Hürden.
Finn Spitzer (links) und Till Senftleben (rechts) zeigen auch in Süchteln tolle Leistungen über die Hürden.

Sprinten, Springen und Werfen war jetzt für einige Leichtathleten des Moerser-TV beim „Süchtelner Bergfest“ angesagt. Alle Teilnehmer wollten mit Bestleistungen in die Sommerferien starten. Außer einem längeren Regenschauer und Gegenwind auf der Sprintbahn spielte das Wetter dabei ganz gut mit.

Finn Spitzer absolvierte fünf Disziplinen und stellte erneut seine Vielseitigkeit unter Beweis. Nachdem er sich im Diskus auf 23,32 Meter steigern und damit den zweiten Rang belegen konnte, ging es sofort zum 60-m-Hürdenlauf, den er in guten 11,12 Sekunden gewann.

Anschließend sprintete Spitzer über 75 Meter m in 10,70 Sekunden ebenfalls auf Platz zwei. Durch einen Regenschauer, der allen Jungen im Hochsprung dazwischen kam, blieb Spitzer mit 1,20 Metern unter seinen Erwartungen. Mit genau 4,00 Metern im Weitsprung kam er im Weitsprung in den Endkampf der besten Acht.

Dritter Platz im Hochsprung

Till Senftleben dagegen kam mit dem Wetter besser zurecht. Im Hochsprung glänzte er wieder mit 1,42 Metern auf dem dritten Platz, und im Weitsprung wurde er Zweiter mit 4,56 Metern. Ebenfalls für den Endkampf im Weitsprung hatte sich Luis Fuchs qualifiziert und belegte zum guten Schluss Rang acht.

Weil er sich mehr für den Ausdauerbereich interessiert, sind seine Leistungen in den technischen Disziplinen sehr erwähnenswert. Über die 75-m-Sprintdistanz kann Fuchs so gut mithalten, dass er im Training schon mal die doppelte Distanz läuft, wenn der vierte Läufer fehlt.

Bei den 13-jährigen Mädchen des MTV lief es auch wieder sehr gut. Über 75 Meter und in einem sehr stark besetzten Teilnehmerfeld liefen alle vier Athletinnen unter die besten Zehn. Helen Schäfer zeigte abermals ihr großes Talent und wurde Dritte über 75 Meter und Zweite im 60-m-Hürdensprint.

Ihre große Sprungfähigkeit kann sie noch nicht ganz in Weite und Höhe umsetzen, so dass sie im Weit-und Hochsprung mit jeweils Platz fünf unter ihren Erwartungen blieb. Liv Schwarzer hingegen mischte im Weitsprung wieder vorne mit und wurde mit 4,32 Metern Dritte.

In den Sprintdisziplinen läuft es im Moment wegen kleiner technischer Schwierigkeiten im Laufstil noch nicht optimal, aber aufgrund ihres Talents ist sie trotzdem vorne dabei und belegte im 75-Meter-Sprint mit 11,19 Sekunden einen guten siebten Rang sowie Platz fünf im Hochsprung und einen guten vierten Platz über 60 Meter Hürden.

Für Hannah Kambartel ging es dieses Mal sehr hoch hinaus. Nachdem sie im Speerwurf mit Platz eins und anschließendem sechsten Rang im 75-Meter-Lauf konstante Leistungen gezeigt hatte, katapultierte sie sich im Hochsprung auf stolze 1,42 Meter, lag damit gleich fünf Zentimeter über ihrer Bestleistung und wurde mit Platz zwei belohnt.

Viele Verletzungen

Endlich wieder mit dabei war auch Hanna Hötger. Nach sehr vielen Verletzungen in den vergangenen zwei Jahren möchte sie schrittweise ins Wettkampfgeschehen eintreten. Mit Platz neun und sehr guten 11,45 Sekunden über 75 Meter zeigte Hötger, dass sie eine wichtige Rolle in der 4 x 100-Meter-Staffel spielen wird. In den technischen Disziplinen fehlt ihr aber noch die Koordination, die sie durch den Trainingsausfall eingebüßt hat.

An genau diesen technischen Disziplinen haben Kathrin Retz und Emilia Klug sehr viel Spaß. Beide nahmen im Diskuswurf, Kugelstoßen und Speerwurf teil. Weil diese Disziplinen genau zur Regenzeit stattfanden, blieben sie ein wenig unter ihren Erwartungen, was die Weiten angeht.

Im Speerwurf durften sich beide trotzdem über Bestleistungen freuen. Vor allem Klug hat hier ein sehr großes Talent, kann momentan aber lediglich nur maximal zweimal pro Woche trainieren, was zu wenig ist.

Für Retz hingegen endete diese Disziplin mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn mit 19,94 Metern warf sie zwar Bestleistung, blieb jedoch sechs Zentimeter unter der magischen 20-Meter-Linie. Ebenfalls am Start waren Jessica Wilms und Neuzugang Jana Rösch. Beide wollten mutig die 300 Meter Distanz ausprobieren, merkten jedoch schnell, dass eine Woche Vorbereitungszeit zu wenig war.

Technische Wurfdisziplinen

Nicht zu vergessen: Dahlia Eibner, die Interesse an den technischen Wurfdisziplinen zeigt. Sie wurde mit guten 6,50 Metern im Kugelstoßen Sechste und mit noch besseren 14,46 Metern im Speerwurf Fünfte.

Die fehlende Portion Schnelligkeit für größere Weiten kann sie aber sicherlich mit gutem Training in den nächsten Wochen und Monaten nachholen.