GSV Moers muss einen Lauf erwischen

In der Hinrunde gewann der VfL Repelen das Derby mit 3:1 beim GSV Moers.Foto:Markus Joosten
In der Hinrunde gewann der VfL Repelen das Derby mit 3:1 beim GSV Moers.Foto:Markus Joosten
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Die erste Hälfte ist gespielt in der Fußball-Saison 2014/15. Einer Spielzeit, nach der im Fußballverband Niederrhein die Spielklassen-Reform nach drei Jahren abgeschlossen sein wird. Ab der nächsten Saison gibt es nur noch zwei Landes- und sechs Bezirksligen. Und deshalb müssen in diesem Jahr noch eine Menge von Teams aus den Klassen ab der Bezirksliga aufwärts absteigen.

In der Fußball-Landesliga gibt es in dieser Saison nur 24 Spiele für die Vereine. Nur 13 Klubs gehören dieser Liga an, nachdem Rot-Weiss Essen II seine Mannschaft nicht mehr gemeldet hat. Das bedeutet, dass die Klubs sehr schnell Punkte gegen den erhöhten Abstieg sammeln mussten und müssen. Von den jetzt noch bestehenden drei Ligen werden am Ende auf jeden Fall nur noch zwei übrig sein.

24 Punkte und Platz drei

Augenscheinlich hat Neuling VfL Repelen mit der Gefahrenzone in dieser Saison nichts mehr zu tun. 24 Punkte, Platz drei und nur zwei Zähler Rückstand auf Tabellenführer 1. FC Mönchengladbach bedeuten eine tolle Bilanz nach der Hinrunde für einen Aufsteiger. Doch nachlassen darf das Team von Trainer Sascha Weyen nicht. Denn -- wie Weyen betont – ist der Klassenerhalt nach wie vor das große Ziel der Elf von der Stormstraße.

Sollten die Repelener aber weiter in der Liga so gut mitmischen, dann wäre sogar ein erneuter Aufstieg möglich. Das würde bedeuten, dass der VfL innerhalb von zwei Jahren aus der A-Liga in die Oberliga durchmarschieren könnte. Ganz abgesehen davon, dass die Weyen-Elf bei nur zwei Punkten Rückstand selbst noch jede Möglichkeit hat, auf Rang eins zu landen, gäbe es vielleicht sogar als Tabellenzweiter noch eine Chance.

Denn sollte tatsächlich aus der Regionalliga kein Niederrhein-Vertreter absteigen – so wie es derzeit aussieht – und der Niederrhein einen Aufsteiger stellen, würde es noch eine Aufstiegsrunde geben. In dieser würden die drei Gruppenzweiten der Landesligen spielen, und die besten beiden Teams würden in die Oberliga aufsteigen.

Bestes Team steigt auf

Sollte es doch noch einen Verein, wie beispielsweise den FC Kray, erwischen und der Niederrhein stellt einen Aufsteiger zur Regionalliga, dann würde das beste Team dieser Dreierrunder der Landesligisten ebenfalls noch aufsteigen. Dagegen ist der GSV Moers wohl nicht mehr zu retten. Schließlich können aus der Landesliga bis zu fünf Mannschaften absteigen. Das bedeutet: Erst der achte Platz würde ganz sicher zum Klassenerhalt reichen. Und da hinter liegen die Grafschafter schon 14 Zähler zurück, haben erst einen Sieg verbuchen können. Der sorgte aber mit dem 1:0 gegen den VfL Tönisberg am letzten Spieltag der Hinrunde für einen kleinen Hoffnungsschimmer. Die junge Mannschaft der Gelb-Schwarzen findet sich immer besser zusammen, und vielleicht kann das Team von Trainer Hrvoje Vlaovic ja noch einen Lauf hinlegen.

Nach derzeitigem Stand in der Regional- und Oberliga (wir berichteten) würden aber nur die drei letzten Mannschaften direkt absteigen. Die viertletzten Teams müssten in eine Abstiegsrunde, aus der sich am Ende die zwei besten, vielleicht aber nur das beste Team noch retten würde. Viel Theorie.

Ziel ist Platz acht

Besser wäre es schon, mindestens auf Platz acht zu landen. Das ist auch das Ziel des VfL Tönisberg. Die Elf von Trainer Siggi Sonntag liegt derzeit auf Rang zehn, hat 14 Punkte und liegt nur drei Zähler hinter Viktoria Goch auf dem begehrten achten Platz.

Dass der VfL aber auch besser als sein derzeitiger Tabellenstand ist, hat die Mannschaft bereits in der Hinrunde mehrfach bewiesen. Nicht von ungefähr siegte das Team von der Schaephuysener Straße gegen die beiden Tabellenersten 1. FC Mönchengladbach und 1. FC Kleve. In diesen beiden Topspielen gab es jeweils 2:1-Siege für die Sonntag-Elf.

Und auch gegen den Tabellendritten Repelen erkämpfte sich Tönisberg beim 0:0 einen Punkt. Daraus ist zu ersehen, dass die Tönisberger durchaus dazu in der Lage sind, den Klassenerhalt zu schaffen.

Am Ende der Saison 2014/15 wird es dann nur noch zwei Landesligen mit jeweils 18 Teams geben. Wie es danach mit dem Auf- und Abstieg aussehen wird, damit beschäftigt sich der zuständige Verbandsfußball-Ausschuss vom Niederrhein in den kommenden Monaten bis zum Ende der laufenden Saison.

- wird fortgesetzt -