GSV Moers erkämpft sich gegen den 1. FC Mönchengladbach ein 1:1

Keine Geschenke: Faycal Lechgar (rechts) im Kampf um den Ball gegen den Gladbacher Drilon Istrefi.Foto:Christoph Karl Banski
Keine Geschenke: Faycal Lechgar (rechts) im Kampf um den Ball gegen den Gladbacher Drilon Istrefi.Foto:Christoph Karl Banski

„Wir spielen clever“, sagte Hrvoje Vlaovic augenzwinkernd gestern, kurz nach dem Anpfiff zur Fußball-Landesligapartie beim GSV Moers.

Damit hatte der Trainer der Gastgeber recht. Allerdings mussten die Moerser auch clever agieren. Denn sie hatten den Tabellenzweiten 1. FC Mönchengladbach zu Gast, dem rein spielerisch im Kampf Mann-gegen-Mann nicht beizukommen war. Zu gut besetzt sind die Aufstiegsfavoriten.

Dass es ein verdientes 1:1 (1:0) wurde, lag an der Moerser Spielweise – und am Ende auch an einem fabelhaft aufgelegten Fabian Esselborn im Moerser Tor (63., 69., 71., 88., 89.). Aber der Reihe nach.

Nicht über die Mittellinie

Moers versuchte sofort den Gegner nicht über die Mittellinie kommen zu lassen. Das klappte ganz gut. In der ersten Halbzeit gab es so kaum Torszenen. Auf Moerser Seite, weil die sich aufs Verteidigen verlegt hatten, auf Gladbacher Seite, weil die einfach nicht durchbrechen konnten.

Als Nikola Serra dann bei einem der wenigen Moerser Entlastungsangriffe nach innen auf Philipp Hasse flankte, führten plötzlich die Gastgeber (22.). Dass der GSV mit diesem Vorsprung in die Pause gehen konnte, lag an wenigen Zentimetern: Als nämlich Dennis Richter einen FC-Freistoß von der Strafraumgrenze über die GSV-Mauer zirkelte, knallte der Ball genau gegen das linke Lattenkreuz. Für Esselborn unerreichbar (27.).

Nach dem Pausentee dann ein anderes Bild. Moers traute der eigenen Führung nicht, wollte unbedingt nachlegen, präsentierte sich nun offensiver und kam tatsächlich zu weiteren Torchancen. Doch oft waren die Flanken zu ungenau – bei Richtung und Zeitpunkt. Das dickste Ding traf eher zufällig den Kopf von Alen Brajic, weil der Schuss von Hasse erst abgefangen wurde und dann doch noch ankam (61.). Zu diesem Zeitpunkt hatte Mönchengladbach aber schon ausgeglichen. Als die Moerser Abwehr einmal nicht im Kollektiv auf der Höhe war, kam Marco Czempik auf rechts durch, passte an Esselborn vorbei flach auf den langen Pfosten, wo Alexandros Armen angerauscht kam und mühelos vollstreckte. Schade nur, dass kurz vor dem Abpfiff der gut aufgelegte Ali Yavuz nach einem überflüssigen Foul an der Mittellinie die zweite Gelbe und damit die Gelb-Rote Karte sah (89.).

„Das war gut für das Selbstvertrauen“, so Vlaovic. „Bei dem 1:1 haben wir leider keinen Körperkontakt gesucht. Das klappt dann gegen solch eine Mannschaft nicht. Ich bin aber stolz auf mein Team.“

GSV: Esselborn, Ehrmuth (80. Kaymak), Zovko, Schmitz, Serra (66. Gazija), Lechgar, Yavuz, Hasse, Riad, Brajic, Wafo.