Großer Einsatz bleibt ohne Lohn
12.02.2010 | 22:35 Uhr 2010-02-12T22:35:00+0100Volleyball. Bundesligist Moerser SC verliert das spannende Heimspiel gegen Düren mit 1:3 Sätzen.
Spannend war es und eine großartige kämpferische Leistung boten die Volleyballer des Moerser SC am Freitagabend auch. Doch am Ende des Heimspiels gegen Düren hieß es 1:3 (24:26, 25:21, 20:25, 21:25) aus Sicht der Moerser. Düren hatte in den entscheidenden Situationen einfach die besseren Nerven. Die waren allerdings auch nötig, denn immer wieder kämpften beide Teams darum, endlich in Führung zu gehen. Im ersten Durchgang war es lange ausgeglichen, bis zum 10:10 wogte das Spiel hin und her. Dann erspielte Düren sich zunächst einen Vorsprung, bevor der MSC nach einem Aufschlagfehler von Felix Isaak durch Henning Wegter und Szabolcs Nemeth konterte. Erneut lieferten sich die beiden Teams eine äußerst mitreißende Partie. Tim Broshog blieb zunächst ruhig und wehrte den ersten Satzball ab, doch die zweite Chance nutzte Düren entschlossener. Dieses Mal blieb Isaak ohne Fehler und erzielte das 26:24 für Düren.
Taktikwechsel mit Erfolg
MSC-Trainer Chang Cheng Liu reagierte darauf und tauschte den Zuspieler. Tobias Neumann kam für Robin Gietzelt, der keineswegs schlecht gespielt hatte. „Aber er steht gegen einen großen Block und da hat Tobias Größenvorteile”, erklärte Liu. Er sollte Recht behalten. In diesem Durchgang übernahm Moers die Kontrolle über das Spiel, auch dank der starken Aufschläge von Nemeth. Beim Stand von 4:5 gelangen dem Außenangreifer drei Asse in Folge, diese Führung sollte den Satzgewinn für die Adler bedeuten. Denn anstatt Düren wieder ins Spiel kommen zu lassen, machten die Moerser weiter Druck. Auch Victor Bird kam nun häufiger zum Abschluss und brachte seine Angriffe fast immer ins Ziel. Düren wirkte macht- und ideenlos gegen dieses furiose Angriffsspiel. Der MSC hatte seinen Gegner offenbar im Griff.
Allerdings war das im dritten Satz schon wieder hinfällig. Düren kam zurück ins Spiel und zwar dank der Fehler der Adler. Die ersten fünf Punkte der Gäste resultierten allesamt aus Fehlern des MSC. Die Adler griffen jedoch erneut an. Fünf Punkte in Folge brachten die erneute Führung. Aber Düren wusste sich zu wehren. Kurz vor Ende des Satzes gelangen ihnen ebenfalls eine 5-Punkte-Serie und damit nahmen sie den Adlern das Selbstvertrauen. Selbst als der MSC sich im letzten Durchgang noch einmal aufbäumte, ließ sich Düren nicht mehr um den Erfolg bringen. Den knappen Sieg wussten sie dennoch richtig einzuschätzen: nach dem Schlusspfiff atmeten sie erleichtert auf.
So sahen es die Trainer
Chang Cheng Liu (MSC): Unsere Annahme war heute viel zu anfällig. Düren hat gute Aufschläge gezeigt und da konnten wir nicht gegenhalten. Deswegen haben wir verloren und weil wir einfache Bälle nicht genutzt haben. Nur im zweiten Satz ist uns das gelungen. Da haben wir gut gekämpft und sind auch dafür belohnt worden.
Sven Anton (Düren): Wir waren teilweise noch zu verkrampft im Spiel. Moers war wesentlich stärker als noch in der Hinrunde. Sie spielen mit vollem Risiko, deswegen haben sie aber auch eine hohe Fehlerquote. Obwohl wir nach der unruhigen Vorbereitung nicht frei aufspielen konnten, hatte das Spiel zum Glück noch ein gutes Ende für uns.
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