„Gräfinnen“ vom GSV Moers wollen ihre Serie fortsetzen

Hanna Hamdi (gelb) droht am Sonntag für den GSV Moers auszufallen.Foto:Christoph Karl Banski
Hanna Hamdi (gelb) droht am Sonntag für den GSV Moers auszufallen.Foto:Christoph Karl Banski

Sieben Punkte aus den drei letzten Spielen hat die Lage für die Fußballerinnen des Regionalligisten GSV Moers deutlich verbessert. Und es wären sogar neun Zähler geworden, hätten die „Gräfinnen“ am vergangenen Sonntag nicht unglücklich in der Nachspielzeit den 1:0-Vorsprung beim 1. FC Köln II in letzter Sekunde noch mit dem Ausgleichstreffer hergeben müssen. Waren die Kölnerinnen als Tabellenzweiter schon eine hohe Hürde, spielen die Moerserinnen nun am Sonntag um 13 Uhr gegen den bereits als Meister und damit Aufsteiger in die 2. Bundesliga feststehenden Team von Borussia Mönchengladbach.

In Bestbesetzung

„Das die Gladbacherinnen schon Meister ist, kann nicht unbedingt ein Vorteil für uns sein. Auch wenn wir sie durch unser 1:1 in Köln vorzeitig dazu gekürt haben“, so Trainer Gerd Orzeske. „Gerade die Spiele zwischen dem GSV und der Borussia waren in der Vergangenheit immer sehr eng. Und zu verschenken haben sie sicherlich auch nichts. Schließlich haben sie noch kein Spiel verloren und diese weiße Weste wollen sie sicherlich behalten. Ich gehe davon aus, dass sie in Bestbesetzung antreten.“

Die Borussia gewann zuletzt 4:0 gegen Heike Rheine, spielt eine bärenstarke Saison und hat von den 21 Spielen 19 gewonnen und zweimal die Punkte geteilt. Im Hinspiel hielt der GSV lange Zeit gut mit, verlor aber am Ende mit 1:3.

„Wir haben genug Selbstbewusstsein in den letzten vier Spielen, das Pokalspiel in Solingen mit eingerechnet, getankt. Haben dort gut gespielt und sind sicherlich auch in der Lage gegen die Borussia was zu holen“, sagt Orzeske. „Jeder Punkt kann am Ende wichtig werden. Und wir wollen unsere Serie fortsetzen, das fünfte Mal in Folge ohne Niederlage bleiben.“

Aktuell liegen die Grafschafter auf dem drittletzten Platz. Der würde reichen, wenn Alemannia Aachen in der 2. Bundesliga den Klassenerhalt schaffen würde. Doch danach sieht es nicht aus, so dass schon der viertletzte Platz das Ziel sein soll. Denn dann wäre der GSV auf jeden Fall gerettet. Und dort liegt derzeit Eintracht Solingen mit nur einem Punkt Vorsprung.

Personell gibt es noch drei Fragezeichen hinter dem Einsatz von Janina Schwake, Jessica Roth und Hanna Hamdi. „Alle drei sind angeschlagen. Ich hoffe zwar, dass sie spielen können, aber das wird knapp“, so Orzeske abschließend. „Aber wir haben ja gute Nachwuchsspielerinnen.“