„Gräfinnen“ hilft nur ein Sieg weiter

Nach dem 2:5 gegen Bayer Leverkusen II ist der GSV Moers (gelb) in Solingen unter Druck.
Nach dem 2:5 gegen Bayer Leverkusen II ist der GSV Moers (gelb) in Solingen unter Druck.
Foto: Christoph Karl Banski

So bitter wie die Hinrunde verlief, so bitter war auch der Rückrundenauftakt für die Fußballerinnen des Regionalligisten. Gegen Bayer 04 Leverkusen II gab es eine 2:5-Niederlage. Der neue Coach Gerd Orzeske hatte dann auch schnell die Gründe für die Niederlage parat: „Meine Mannschaft hat einfach zu wenig Druck aufgebaut und in den Zweikämpfen die Bälle zu schnell und zu oft verloren. Zudem haben sie nach jedem Gegentor die Köpfe hängengelassen. Und dann es hat zu lange gedauert, bis sie wieder im Spiel waren. Uns fehlt eindeutig noch das Selbstvertrauen.“

Über Kampf ins Spiel finden

Und vor der wichtigen Begegnung am Sonntag um 13 Uhr bei der ebenfalls stark abstiegsbedrohten Eintracht aus Solingen, soll sich das nicht wiederholen. „Wenn es spielerisch nicht läuft, dann müssen wir eben über den Kampf ins Spiel finden“, fordert Orzeske. „Und ich bin sicher, dass wir in Solingen ganz anders zu Werke gehen werden.“

Vor einer Woche hatte Orzeske die Hoffnung, dass Katharina Abel bald wieder mitmischen und damit dem Schlusslicht beim Kampf um den Klassenerhalt tatkräftig unterstützen könnte. Doch das ist wieder vorbei. Erneut zog sie sich einen Kreuzbandriss zu und wird wie die ebenfalls langzeitverletzte Patricia Michalak den „Gräfinnen“ in den nächsten Monaten fehlen.

Keine großen Veränderungen

Große Veränderungen in der Anfangsformation plant Orzeske derzeit nicht. Er deutet aber an, dass Kristina Hölscher wohl wieder in die Anfangsformation rutschen wird. „Sie konnte letzte Woche wegen einer Operation an der Hand nicht spielen. Jetzt trainiert sie wieder und ist eine echte Alternative.“ Wenn Orzeske dafür herausnimmt, lässt er aber noch offen.

Die Solingerinnen haben im Gegenzug zum GSV am vergangenen Sonntag zumindest einen Punkt beim 2:2 gegen Rheine eingefahren, liegen mit zwölf Zählern vier Punkte vor den Gelb-Schwarzen. „Das Spiel dürfen wir auf keinen Fall verlieren.“, gibt sich Orzekse abschließend sehr selbstbewusst.

Sollte es aber erneut keinen „Dreier“ für die Grafschafterinnen geben, dürfte der erste Abstieg aus der Regionalliga seit deren Bestehen für den GSV wohl kaum noch zu verhindern sein.