Für Tönisberg wird es richtig eng

Okan Demircan (links) ist angeschlagen aus der Partie in Gladbach herausgekommen.
Okan Demircan (links) ist angeschlagen aus der Partie in Gladbach herausgekommen.
Foto: Christoph Karl Banski

Jetzt wird es ganz eng für Fußball-Landesligist VfL Tönisberg. Natürlich kann jede Mannschaft in der Liga beim starken 1. FC Mönchengladbach verlieren. Doch zu der 1:2 (0:2)-Niederlage der Tönisberger kam im Parallelspiel auch noch der 2:0-Sieg des SV Straelen gegen Viktoria Goch. Der SV Straelen, der den rettenden zehnten Tabellenplatz besetzt, hat nun drei Spieltage vor Schluss vier Punkte Vorsprung auf den VfL um Trainer Siggi Sonntag. Dabei hat die Mannschaft auch beim Tabellenzweiten aufopferungsvoll gekämpft.

Allerdings fing Gladbach mit dem Anpfiff an wie die Feuerwehr, schnürte Tönisberg in den ersten zehn Minuten ein. Folgerichtig fiel das frühe 1:0 (9. Minute), nach dem die Gäste auf der linken Seite den Ball verloren hatten nahm Deo Kisolo Maß und ließ VfL-Torhüter Matthäus Al-Fartwsi keine Chance. Und die Gastgeber legten nach. Eine Flanke, die gefühlt eine halbe Ewigkeit in der Luft unterwegs war, wurde von der gesamten VfL-Abwehr unterschätzt. Frederik Verlinden köpfte über Al-Fartwsi (24.).

Plan nach neun Minuten hinfällig

Siggi Sonntag stellte um. Carlo Strauß rückte in die Abwehr, Tobias Schmitz davor als Abräumer. Nun wurden die Offensivbemühungen von Mönchengladbach eingeengt. „Das hatten wir eigentlich von Anfang an so vor“, sagte nach der Partie Siggi Sonntag. „Doch nach neun Minuten war der Plan schon hinfällig.“

Allerdings hat sich Tönisberg nicht eine Sekunde lang aufgegeben. Die Mannschaft, die der VfL-Coach aufbieten konnte, hat gekämpft und gerackert. Al-Fartwsi machte gleich mehrfach seinen Patzer beim 0:2 wieder gut, einige Chancen sprangen auch heraus, doch die wurden schlichtweg verplempert. Erst in der Nachspielzeit wurde Tönisberg belohnt. Francesco Reale verwandelte einen Freistoß aus 16 Metern. Der Torschütze sah allerdings in der 55 Minute seine fünfte Gelbe Karte, ist im nächsten Spiel gesperrt, lässt die Personalsorgen noch wachsen.

VfL: Al-Fartwsi, Stuber (85. Eyril), Reale, Heylen, S. Herrmann, D. Herrmann, Schmitz, Strauß, Dolle, Tröckes, Demircan.