Fichte Lintfort: Aus dem Flieger, auf den Platz
02.06.2010 | 14:27 Uhr 2010-06-02T14:27:00+0200
Zu feiern hatten die sechs Spieler vom Fußball-Landesligisten Fichte Lintfort eigentlich nichts. Dennoch ging’s auf, nach Mallorce.
In der Saison auf den Relegationsplatz abgerutscht, brach das Fichte-Sextett – wie lange vorher geplant – fast unmittelbar nach dem letzten Saisonspiel am Sonntag bei Hamborn 07 (1:1) Richtung Mallorca auf.
Gestern, 10.32 Uhr, landeten Torwart Adrian Fertykowski, das Abwehr-Duo Matthias Fröhlich und Dennis Adams sowie das Mittelfeld-Trio Florian Ortstadt, Daniel Zvar und Fichte-Kapitän Albert Mehmeti wieder in der Heimat. Denn heute geht es „Sekt oder Selters“ – um den Verbleib in der Landes- oder den Abstieg in die Bezirksliga.
Mit Kapitän Albert
Mehmeti telefoniert
Um 15 Uhr muss Fichte Lintfort beim SV Uedesheim, Drittletzten der Landesliga-Gruppe 2, an der Platzanlage Norfer Weg 95 ran.
„Ich habe Dienstag noch mit Albert Mehmeti telefoniert“, macht Fichte-Coach Walter Verkooyen deutlich, dass er seine Jungens auch „auf Malle“ nicht aus den Augen gelassen hat. „Mein Kapitän hat mir versprochen, dass alles im grünen Bereich sei, sich die Spieler am Riemen reißen.“ Immerhin hat die Six-Pack-Delegation aus Lintfort für den Abstecher auf die Sonneninsel doch einige Auflagen des Trainers mit auf den Weg bekommen. „Konditionell sind die Jungens aber gut drauf“, ist Verkooyen sicher.
Die Uedesheimer kennt Verkooyen nicht. Doch er hat sich bei Josef Cherfi, Ex-Coach vom GSV Moers, informiert. Cherfi trainiert Union Nettetal und hat in der abgelaufenen Spielzeit zweimal gegen Uedesheim gespielt. „Allerdings war in beiden Spielen der torgefährlichste Mann verletzt. Doch Uedesheim hat wohl eine kampfstarke Mannschaft“, weiß Verkooyen. Fichte muss dagegen halten.
Fehlen wird nur Dennis Adams, der sich gegen Hamborn bei seinem elfmeterreifen Foul am Knie verletzt hat. Hut ab, dass er dennoch gestern mit zurückgeflogen ist. Übrigens mit dem Ex-Fichte- und GSV-Spieler Tihomir Cerovic, der die sechs „Malle-Fahrer“ begleitet hat. Er hat sicher auch dafür gesorgt, dass niemand über die Stränge schlägt.
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