Es herrscht Enttäuschung
03.10.2010 | 19:14 Uhr 2010-10-03T19:14:00+0200
Drei Spiele, drei Niederlagen. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen spielen derzeit weit unter Form.
Die 26:28 (15:15)-Heimpleite gegen das nicht unbedingt hocheingeschätzte Team des TV Oppum ist eine echte Enttäuschung.
Vennikel musste auf Carsten Coß verzichten. Der Rückraumspieler wurde letzten Freitag erfolgreich an der Nase operiert – zudem fehlte Spielmacher Thomas Schulz (Fußblessur).
Die Gastgeber standen gegen Oppum massiv unter Druck, konnten indes die nervliche Anspannung nie schultern. Vor allem die Defensivabteilung „schwamm“. Die Mannschaft erreichte keine Stabilität. Trainer Olaf Hansen stellte gleich mehrfach um – keine Formation griff.
Nervöser Auftritt
Die Spieler wurden mit zunehmender Spieldauer immer nervöser. Anstatt die vorhandenen Qualitäten auszuschöpfen, drängten sich zahlreiche Fehler in den Vordergrund. Die Partie gegen das mittelmäßige Team aus Krefeld gestaltete sich bis zum Seitenwechsel ausgeglichen.
Viel Stückwerk
Wer auf eine Leistungssteigerung in Durchgang zwei hoffte, wurde bitter enttäuscht.
Die Jungs konnten den Knoten nicht lösen. Vieles blieb Stückwerk, ohne Ideen und System. Das junge Team aus Oppum agierte clever, konnte sich nach einem 19:19-Zwischenstand allmählich absetzen.
„Wir stecken nach drei Spieltagen schon im Abstiegskampf“, so ein enttäuschter HSG-Coach Olaf Hansen. „Etliche meiner Spieler können mit dem nervlichen Druck, gewinnen zu müssen, nicht umgehen. Ich dachte, wir wären von unserer Entwicklung schon einen Schritt weiter. In so einem wichtigen Spiel muss eine andere Einstellung herrschen, mit Zug in der Deckung und nicht so halbherzigen Abschlüssen.“
HSG: Scheidung 6/3, Krämer 4, Preuß 4, Milewski 3, Heinrichs 3, Plümel 2, Hannemann 2, Skelnik 1, Kürvers 1.
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