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Fußball / Niederrheinliga

Erfolg kann teuer bezahlt sein

01.11.2010 | 15:37 Uhr
Erfolg kann teuer bezahlt sein

„Schweinespiel“, „dreckiger Sieg“ - das waren die ersten Worte, die den Spielern des SV Sonsbeck nach dem Punktspiel beim SC Düsseldorf-West in den Sinn kamen.

Immerhin hatte der SVS das bessere Ende für sich und entführte durch einen 2:1 (0:0)-Sieg drei Punkte vom Sechzehnten der Niederrheinliga. Diese könnten aber sehr teuer bezahlt sein, denn nach einem Foul in der Schlussminute musste Angreifer Danny Rankl mit einer Knöchelverletzung vom Platz getragen werden.

Vor der Pause wirkten die Gäste oftmals zu unentschlossen. Die erste Schrecksekunde gab es in der fünften Minute, als Antonio Munoz-Bonilla nach einem schnell ausgeführten Eckball die Latte traf.

Keeper André Engels
ist auf dem Posten

Danach hatten die Hausherren noch zwei Chancen, um in Führung zu gehen: Erst rettete André Engels im Sonsbecker Tor vor dem frei stehenden René Kägebein (18.), dann parierte er auch einen Kopfball von Vincent Scheidemann (43.). Sonsbeck hatte nur zwei gelungene Offensivaktionen. Julian Deymann schoss knapp links vorbei (23.), zudem konnte Georg Plachta nach einem Konter in letzter Sekunde gestört werden (33.).

In der Kabine schien SVS-Coach Horst Riege die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nach der Pause wirkte Sonsbecker aufmerksamer und frischer. Wie eng Glück und Pech im Fußball zusammen liegen, zeigte sich in der 52. Minute: Erst rettete Deymann für Torwart Engels nach einem Kopfball von Kägebein, im Gegenzug traf Manfred Wranik nach schönem Diagonalpass von Daniel Müller mit einem Flachschuss zur Gäste-Führung. Sicherheit brachte diese aber nicht. Stattdessen drängte „West“ jetzt auf den Ausgleich und wurde belohnt: Ein Konter, eine Körpertäuschung, schon konnte Kägebein zum 1:1 einschießen (75.). Erneut hatte Sonsbeck einen Vorsprung verspielt, doch dieses Mal schlug der Aufsteiger zurück: Dieses Mal schickte Müller Georg Plachta, und der Angreifer behielt die Übersicht und schob zum 2:1 ein (79.).

„Es war kein schönes Spiel, aber das wird auf diesem Kunstrasen auch nicht so oft gelingen“, resümierte Horst Riege. „Wir waren heute insgesamt nicht präsent genug, haben es außerdem zu oft mit hohen Bällen versucht, obwohl Düsseldorf die Lufthoheit hatte. Dennoch bin ich natürlich froh über den wichtigen Sieg.“

SV Sonsbeck: Engels, Jagenburg, Isailovic, M. Müller, D. Müller, Schmitz, Möllenbeck (84. Terlinden), Deymann (88. Hastedt), Wranik (79. Tenbruck), Plachta, Rankl.

Björn Belloff

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