Entschieden ist vor dem Donkenlauf noch nichts

Sebastian Rosenberg (links, Nummer 605) ließ es im vergangenen Jahr beim 14. Donkenlauf als 36. über die sechs Kilometer locker angehen. Er gehört zu den Top-Teilnehmern der Laufserie. Jan Roschig (rechts, 559) damals noch Handballer beim SV Neukirchen, nun beim VfB Homberg,startete für „Physiogold-Sexy Shorts“ und landete auf dem 15. Platz. Die Langstrecken wurden für den Donkenlauf 2015 auf fünf und zehn Kilometer der Serie angeglichen.Foto:Archiv/Lars Fröhlich
Sebastian Rosenberg (links, Nummer 605) ließ es im vergangenen Jahr beim 14. Donkenlauf als 36. über die sechs Kilometer locker angehen. Er gehört zu den Top-Teilnehmern der Laufserie. Jan Roschig (rechts, 559) damals noch Handballer beim SV Neukirchen, nun beim VfB Homberg,startete für „Physiogold-Sexy Shorts“ und landete auf dem 15. Platz. Die Langstrecken wurden für den Donkenlauf 2015 auf fünf und zehn Kilometer der Serie angeglichen.Foto:Archiv/Lars Fröhlich
Foto: WAZ Fotopool

Entschieden ist noch gar nichts. Weder beim Ergebnis, noch bei den Teilnehmerzahlen.

Sicher, die Premiere der Enni-Laufserie hat bei der Veranstaltung mit dem Schlossparklauf beim Moerser TV vor knapp vier Wochen eine wunderbare Taufe gefeiert – quasi mit sensationellen 450 Gästen. Doch das muss nicht das Ende sein. Denn erst beim zweiten Wettkampf, dem Donkenlauf vom AS Neukirchen-Vluyn in knapp drei Wochen, müssen sich die Läufer entscheiden, ob sie sich dem Wettkampf der Laufserie stellen oder nicht. Wobei natürlich die Teilnahme über die fünf- oder zehn-Kilometer-Distanz beim Schlossparklauf Voraussetzung dafür ist, bei der Enni-Laufserie mitzumischen.

Knapp 50 Tage liegen folgerichtig zwischen dem Schlosspark- und dem Donkenlauf. Zeit genug für alle Athleten, sich die Herausforderung durch den Kopf gehen und ins Training einfließen zu lassen. Die Veranstalter rechnen jedenfalls damit, dass die Tross der Läufer vom Moerser Schlosspark am Samstag, 13. Juni zum Neukirchen-Vluyner Schulzentrum an die Tersteegenstraße ziehen wird. Um die 1000 Teilnehmer werden dort erwartetet, wenigstens knapp die Hälfte davon fiebern dem zweiten Startschuss zur Enni-Laufserie entgegen.

Drei niederrheinische Laufvereine

Die erstmals durch drei niederrheinische Laufvereine und den Energieversorger „Enni Energie & Umwelt“ aufgelegte Laufserie „war in der Grafenstadt fulminant gestartet und dürfte auch in Neukirchen-Vluyn weitere Anhänger finden“, ist Enni-Sprecher Herbert Hornung sicher. Er ist selbst begeisterter Läufer, muss sich allerdings – wie viele andere auch – hinten einreihen. Hinter Christoph Verhalen vom TuS Xanten. Denn der Start in Moers machte deutlich, dass bei diesem Spektakel nicht nur die Quantität stimmt. Auch die Qualität kann sich allemal sehen lassen.

Verhalen führt seit dem 25. April, dem Tag des Schlossparklaufs, die zehn-Kilometer-Riege bei den Männern an. Und das trotz Sturz und blutendem Knie (wir berichteten). Bei den Damen ist es Anna-Lina Dahlbeck, ebenfalls vom TuS Xanten. Und sie hat mit mehr als vier Minuten einen noch größeren Vorsprung auf die Zweitplatzierte Sabrina Krämer von den MTV-Triathleten herausgelaufen als ihr Freund Christoph Verhalen, der etwas mehr als Tobias Severin, ebenfalls von den Moerser Triathleten, Vorsprung hatte.

Über fünf Kilometer lag Tim Schüttrigkeit (LG Alpen) in Moers knapp eine Minute vor Luca Senftleben von den MTV-Leichtathleten. Laura Voss vom AS Neukirchen-Vluyn siegte mit rund anderthalb Minuten Vorsprung vor der vereinslosen Kristina Lehnhoff.

Wie gesagt, entschieden ist noch gar nichts. Sicher ist nur, dass auch hinter den ersten beiden Plätzen weitere Top-Läuferinnen und Läufer unterwegs sind – und in Neukirchen-Vluyn auch sein werden.

Wer beim Donkenlauf die Nase vorn’ haben wird, könnte bereits für eine Vorentscheidung sorgen. Doch der letzte Lauf steigt am 11. September mit dem Xantener Citylauf vom TuS Xanten und Verhalens und Dahlbecks Heimspiel.

Aber auch in Neukirchen-Vluyn ist noch nicht Schluss

Am 13. Juni steht mit dem Donkenlauf beim AS Neukirchen-Vluyn nun bereits der zweite Wettbewerb der neuen Enni-Laufserie über fünf oder zehn Kilometer auf dem Programm. Ab dann wird’s nicht nur für die rund 450 bereits Angemeldeten ernst.

Wer in Moers zwar gelaufen, aber noch kein Häkchen bei der Serie gemacht hat, kann das dann nachholen. Das Ergebnis aus Moers wird übertragen.

Bernd Böing vom Organisationsteam des AS Neukirchen-Vluyn freut sich jedenfalls mit allen engagierten Vereinskollegen bereits riesig auf die Aktiven und verspricht: „Auch bei uns können sich die Spitzen- und Hobbyläufer auf eine schöne Strecke und eine tolle Atmosphäre freuen.“

Allerdings muss sich jeder Teilnehmer aus technischen Gründen für jeden der drei Läufe separat anmelden, erklärt Böing. „Alle Läufer können dies bis zum 9. Juni online machen. Zudem kann der, der in Moers am Start war, bis zum Enni-Donkenlauf in die Serienwertung einsteigen. Die endet mit dem Citylauf in Xanten am 11. September.“

Allen Teilnehmern winken unabhängig von der Platzierung Prozente in den Moerser und Klever „Bunert-Laufläden“, die ebenfalls Kooperationspartner sind. Auch erhält jeder Läufer ein Serien-T-Shirt und seine persönliche Urkunde.

Übrigens findet das Laufspektakel bereits überregionales Echo: „Weitere Vereine am Niederrhein wie die LG Alpen und der SV Sonsbeck haben mit ihren großen Volksläufen Interesse bekundet, in die Serie einzusteigen“, will Enni-Geschäftsführer Stefan Krämer – natürlich ebenfalls Läufer – mit den drei bereits beteiligten Vereinen darüber beraten, das Angebot im kommenden Jahr auszuweiten.