EM-Ticket beim Sparkassen-Cup in der Verlängerung verloren

Im Halbfinale hatte Helene Frackenpohl vom FC Tauberbischofsheim (links) gegen Josefin Kinzel vom SC Berlin das Nachsehen. Kinzel hatte zuvor schon Pia Ueltgesforth ganz knapp aus dem Wettbewerb geworfen.Foto:Christoph Karl Banski
Im Halbfinale hatte Helene Frackenpohl vom FC Tauberbischofsheim (links) gegen Josefin Kinzel vom SC Berlin das Nachsehen. Kinzel hatte zuvor schon Pia Ueltgesforth ganz knapp aus dem Wettbewerb geworfen.Foto:Christoph Karl Banski

Nicht wirklich unzufrieden war Matthias Block mit dem Abschneiden seiner sechs Florett-Fechterinnen beim heimischen Sparkassen-Cup.

Obwohl der Trainer vom Fechtclub Moers die ein oder andere Moerserin im A-Jugend-Wettbewerb um deutsche Ranglistenpunkte und die letzten Fahrkarten zur Kadetten-Europameisterschaft im slowenischen Maribor gerne weiter vorne gesehen hätte.

Doch gerade die jungen Fechterinnen mit Hannah Schweikart, Carolina Busch und mit der vom DFC Düsseldorf kommende Dauerstarterin beim FC Moers, Johanna Fèron, die alle Jahrgang 2000 sind, sowie die noch ein Jahr jüngeren Greta Jansen und Annabelle Charlotte Peters schlugen sich vor rund 150 Zuschauern wacker.

Angriffsrecht zugelost

Richtig Pech hatte hingegen Pia Ueltgesforth. Die frisch gebackene Moerser Sportlerin des Jahres holte zwar mit dem elften Rang die beste Platzierung der Moerser Teilnehmerinnen, doch im Achtelfinale unterlag sie der späteren Finalistin und Zweitplatzierten Josefin Kinzel vom SC Berlin um Haaresbreite. Ueltgesforth, Jahrgang 1999, hatte mit ihren Nerven zu kämpfen, lag bereits mit 4:8 hinten, startete eine fulminante Aufholjagd und glich knapp zehn Sekunden vor dem Ende der dreimal-drei-Minuten zum 12:12 aus. Verlängerung – mit nur einem Entscheidungspunkt.

Leider bekam sie das Angriffsrecht zugelost, wodurch Kinzel in der Defensive die „Pflichtangreiferin“ aus Moers quasi erwarten konnte. Als beide einen Treffer landeten, besiegelte der Obmann mit 13:12 den Sieg der Berlinerin – gegen die Möglichkeit eines weiteren Entscheidungspunkts.

Allerdings war der Modus des Sparkassen-Cups auch nichts für Zartbesaitete. Nach der Vorrunde in der Halle der Pattberg-Realschule ging’s gleich ins k.o. der letzten 128 Teilnehmerinnen. Dort gab es nicht einmal einen Hoffnungslauf: Raus hieß eben raus. Auch am zweiten Turniertag, bei dem sich die Juniorinnen gegenüberstanden. Alle Finalkämpfe wurden übrigens erstmals in der wunderschönen Sparkassen-Arena ausgetragen. Und obgleich die Juniorinnen die älteren Fechterinnen sind, schickte der FC Moers fast die gleiche Gruppe ins Rennen. Lediglich Annabelle Charlotte Peters machte der erfahrenere Luise Greiffer, Jahrgang 1996, Platz.

Doch auch bei den Juniorinnen gab es für den FC Moers nichts zu gewinnen. Erneut war Pia Ueltgesforth die beste Fechterin der Gastgeber. Doch mit dem 13. Platz verpasste sie schließlich doch noch knapp die Qualifikation für die EM in Maribor. Allerdings war der gestrige Wettbewerb auch schwieriger für Ueltgesforth. „Es wäre schön gewesen, wenn wir eine Moerserin in den Finalkämpfen gehabt hätten“, bedauerte dann auch Walter Zyber, Vorsitzender vom FC Moers, etwas das Abschneiden. Es wäre eben schön gewesen, die Premiere der Finale in der Sparkassen-Arena mit hiesiger Beteiligung zu sehen.

Am Ende siegte bei den A-Jugendlichen aber Sophia Werner vom OSC Berlin, vor Kinzel und Kari Weiner (OFC Bonn). Bei den Juniorinnen setzte sich Leonie Ebert vom FC Tauberbischofsheim vor Julia Braun (OFC Bonn) und Anne Kirsch (TSG Weinheim) durch.

So zeichnete Moers sich nur im Einlagenkampf mit Sparkassen-Chef Giovanni Malaponti, Wolfgang Stienen, Jürgen Kohl (beide vom Stadtsportverband) sowie Bürgermeister – und am Ende auch Sieger – Christoph Fleischhauer aus.