Einstellung und Kampf stimmen beim TuS Lintfort
28.11.2010 | 12:00 Uhr 2010-11-28T12:00:00+0100
Der Abwärtstrend geht unvermittelt weiter. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort können einfach nicht mehr gewinnen, erhielten eine neuerliche Lehrstunde. Das Team um Trainerin Bettina Grenz-Klein unterlag diesmal beim SC Greven mit 31:37 (17:21).
So verwundert es auch nicht, dass Lintfort weiterhin die Rote Laterne trägt, mit mäßigen 3:17 Punkten.
Der Überraschungseffekt lag jedoch eindeutig auf Seiten der Gäste. Hoch motiviert, mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen, so das Erscheinungsbild. Die Startphase wurde daher mit einer 7:2-Führung (5.) versüßt. Doch der schöne Schein war trügerisch. Greven nahm nun den Kampf an und glich nur fünf Minuten später aufgrund seiner individuellen Stärken zum 8:8 aus.
Erfolg von Außen
Lintfort zeigte sich unbeeindruckt, ließ sich nicht abschütteln. Die Mannschaft vertraute dem taktischen Konzept, hielt sich strikt daran. Erfolg brachte immer wieder das „Einlaufen“ von den Außenpositionen. Zudem präsentierte sich Eefje Huijsmans als äußerst nervenstark vom Siebenmeterpunkt. Die Gäste waren bis zur 25. Minute (15:15) ein absolut gleichwertiger Spielpartner. Doch bis zum Pausenpfiff ging es noch Schlag auf Schlag. Lintfort kassierte unter anderem in Unterzahl noch sechs Gegentreffer.
Der Favorit aus Greven hatte in Durchgang zwei zum Großteil alles unter Kontrolle. Die Gastgeberinnen behaupteten ein sicheres Torepolster (28:21). Lintfort musste reagieren und stellte seine Deckung auf eine 5:1-Variante um. Diese Systemänderung brachte kurzzeitigen Erfolg – der TuS kämpfte sich auf 26:30 heran.
Doch auf Lintforter Seite war nun ein unübersehbarer Substanzverlust zu erkennen. Die Kräfte schwanden und bei Greven stachen wieder die individuellen Fähigkeiten, vorwiegend aus dem Rückraum. Die Zechenstädterinnen konnten die Lücken im Deckungsverband nicht mehr schließen und im Angriff stieg die Fehlerquote. Laura Sosnierz wurde nach ihrer dritten Zeitstrafe (45.) frühzeitig zum Duschen geschickt; Silva Goebel (54.) folgte ihr nach einem groben Foulspiel.
„Ich bin zufrieden“, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Wir haben schwere Wochen hinter uns, und meine Mannschaft hat sich in Greven gut präsentiert.“ Bettina Grenz-Klein weiter: „Es ist uns wieder gelungen, als eine geschlossene Einheit aufzutreten, mit vielen Hilfestellungen untereinander. Wichtig war auch, dass meine Mannschaft zu keinem Zeitpunkt des Spiels resigniert und sich nie aufgegeben hat.“
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