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Volleyball / Bundesliga

Eine unberechenbare Größe

03.12.2010 | 14:55 Uhr
Eine unberechenbare Größe

Das Los hat es so bestimmt. Die Volleyball-Bundesliga-Partie, die heute um 20 Uhr bei den Titanen Bergisches Land in Wuppertal ausgetragen wird, ist gleichzeitig die Generalprobe für das Pokal-Viertelfinale.

Die Titanen erwarten heute in der Meisterschaft den Moerser SC. Am Sonntag, 12. Dezember, treten sie dann um 20 Uhr zum Moerser Pokal-Heimspiel in Mülheim an – quasi zum Rückspiel der heutigen Partie.

Denn eine der Mannschaften kann dann den Versuch der Revanche starten. Und das müssten eigentlich die Titanen sein, die nur deshalb nach dem sportlichen Abstieg der vergangenen Saison – damals als Wuppertaler – noch im Oberhaus spielen, weil sie mit Aufsteiger Bayer Leverkusen kooperiert haben.

Kanonenfutter

Als Tabellenvorletzter stehen die Titanen momentan einen Platz besser als in der vorherigen Saison – nach den Play downs. Dahinter ist nur noch erwartungsgemäß das nationale Nachwuchsteam VCO Berlin postiert. Die beiden Mannschaften im Tabellenkeller haben jeweils zwei Pluspunkte sammeln können. Das bislang einzige von ihren acht Spielen, das VCO Berlin für sich entscheiden konnte, haben sie am dritten Spieltag gegen die Titanen gewonnen.

Die kassierten nach ihrem Sieg gegen Mitteldeutschland am zweiten Spieltag nur Pleiten, führten vor drei Wochen aber gegen Tabellenführer SCC Berlin schon mit 2:0.

Kurzum: Die Titanen wandeln zwischen Kanonenfutter und unberechenbarer Größe.

Ähnlich wie der Moerser SC hat der Verein einen Umbruch hinter sich. Lediglich Mittelblocker Toni Mester, Zuspieler Gergely Chowanski, Libero Julian Stuhlmann und Diagonalspieler Peter Lyck-Hansen blieben von den Titanen des vergangenen Jahres übrig. Mit Daniel Wernitz hat das Team aus dem Bergischen Land einen Spieler mit Moerser Vergangenheit in seinen Reihen; mit Henrik Weßel auch einen, der früher beim Rumelner TV gespielt hat.

In der Saison 2009/10 haben die – damals noch – Wuppertaler im Hinspiel den Moerser SC mit 3:0 abgezogen. Das war deren dritter und letzter Sieg. Moers gewann schließlich das Rückspiel mit 3:1 und die beiden Play-down-Partien jeweils mit 3:0.

„Ich habe mit das ganze Spiel der Titanen gegen den SCC angeguckt. Das war eine tolle Leistung“, blieb auch MSC-Coach Chang Cheng Liu nicht unbeeindruckt von der Partie. Er sieht die Titanen eher als unberechenbare Größe, für ihn ist das Spiel wahrlich kein Selbstläufer.

„Es ist immer schwer gegen Wuppertal – vor allem in Wuppertal. Wir müssen versuchen, noch einmal 100 Prozent zu spielen, die volle Leistung bringen und noch mehr Druck machen als gegen Düren. Die zwei Punkte kriegen wir nämlich nicht geschenkt.“ Allerdings hat Liu für die Partie nur einen Trainingstag zur Verfügung. Nach dem Dürenspiel am Mittwoch hatte sein Team am Donnerstag frei – „mit Hausaufgaben“, so Liu. Gestern wurden dann erneut Aufschlag und Annahme trainiert. „Wir machen auch etwas für die Abwehr, aber bei nur einer Trainingseinheit bringt das nicht so viel.“

Uwe Zak

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