Einbruch in der Schlussphase

Die Osterpause war ziemlich kurz. So musste die Moerser Adler HSG bereits eine Woche vor der gesamten Konkurrenz die Handball-Schuhe wieder schnüren. Der Verbandsligist empfing gestern Morgen zum Nachholspiel Treudeutsch Lank, komplementierte somit den Spieltag vom 1. Februar. Die Schützlinge um Trainer Dieter Lau unterlagen den Lankern mit 25:28 (16:12).

Die Hausherren nahmen umgehend Tempo auf. Es lief: In der Deckung waren die Aufgaben klar verteilt, mit Zuordnungen und nötiger Aggressivität; im Angriff fruchtete die spielerische Ausrichtung. Moers stellte das bessere Team, legte sich ein verdientes Torepolster zu. Die HSG trat souverän in Erscheinung, lag in der 21. Minute sicher mit 12:7 in Front.

Faden aufnehmen

Die Moerser konnten nach dem Seitenwechsel ohne Probleme den Faden wieder aufnehmen. Die Mannschaft präsentierte sich weiterhin motiviert, mit der richtigen Einstellung. Beim Torabschluss gab es zudem die so wichtige Entschlossenheit (23:18/44.).

Aber die Adler konnten das Niveau nicht halten. Das Team verließ aus unerklärlichen Gründen den Erfolgspfad. Die zuvor äußerst wirksame mannschaftliche Geschlossenheit wurde aufgegeben – es gab fortan zu viele Soloeinlagen und Individualität. Der Titelaspirant aus Lank witterte sofort Morgenluft, warf sein gesamtes Können und Cleverness in die Waagschale.

Die Moerser Spieler bekamen zusehends wacklige Knie – der einst sicher Vorsprung schmolz rasant dahin. Treudeutsch Lank war in der Schlussphase klar obenauf, glich erstmals zum 24:24 (52.) aus. Nur sechs Minuten später gab es die erste Führung (26:25) überhaupt.

„Es ist schade. Wir haben nahezu 50 Minuten fast alles richtig gemacht“, so HSG-Trainer Dieter Lau. „Leider haben meine Jungs in der Schlussphase total den Faden verloren.“

HSG-Tore: Lange 6, Opper 5, Rosendahl 4/2, Windrath 4, Stark 2, Sobiech 1, Feltgen 1, Bullermann 1, Beutelt 1.