Ein Zweikampf zeichnet sich ab

Tabellenführer FC Meerfeld (rot) gewann das Spitzenspiel beim MSV Moers knapp mit 2:1.Foto:Christoph Karl Banski
Tabellenführer FC Meerfeld (rot) gewann das Spitzenspiel beim MSV Moers knapp mit 2:1.Foto:Christoph Karl Banski

Nach der Hinrunde zeichnet sich in der Moerser Fußball-Kreisliga A ein Zweikampf ab. So werden Herbstmeister FC Meerfeld und Verfolger TuS Xanten den einzigen Aufstiegsplatz in der Rückrunde wohl unter sich ausmachen. Mit einer ganz starken Hinserie haben beide Klubs die weiteren Verfolger mittlerweile distanziert.

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga übernahm im Sommer Stefan Kuban als Trainer den FC Meerfeld. Die Mannschaft aus der Vorsaison wurde hingegen zum überwiegenden Teil zusammen gehalten. Die Kombination aus der bisherigen Bezirksliga-Mannschaft und dem A-Liga-erfahrenen Trainer erwies sich als Erfolgsmodell. Der FCM startete fulminant mit einem 10:0-Kantersieg gegen Mitabsteiger GSV Moers II. Vom Saisonauftakt weg gelangen eindrucksvolle sieben Siege in Serie. Insgesamt gewannen die Meerfelder 15 von 17 Spielen. Nur Xanten und der VfL Rheinhausen konnten gegen Meerfeld punkten.

Riesen-Hinrunde des FCM

„Zufriedener könnten wir nicht sein. Wir haben eine Riesen-Hinrunde gespielt“, spart Trainer Stefan Kuban verständlicherweise nicht mit Lob. Und dabei könnte der FCM in der zweiten Saisonhälfte sogar noch stärker werden. „Wir hatten in der Hinrunde häufig mit personellen Problemen zu kämpfen. Jetzt können wir fast aus dem Vollen schöpfen“, so Kuban. Nur Marvin Ascoua ist noch verletzt, und Daniel Schmidt hat eine längere Sperre abzusitzen. Transfers sind daher auch keine geplant.

Auch beim Blick in die Zukunft sind die Meerfelder bescheiden. „Wir wissen, dass es schwierig wird, die Bilanz der Hinrunde zu bestätigen“, erklärt Kuban und meint in Bezug auf die Zielsetzung beim FCM: „Wir wollen versuchen, so lange wie möglich oben zu bleiben. Zu sagen, wir wollen dieselbe Punktzahl holen, wäre utopisch. Aber wir sagen natürlich auch nicht, dass wir Zweiter werden wollen.“

Eine richtig gute Serie hat auch der TuS Xanten gespielt. Der 1:4-Niederlage beim MSV Moers zum Auftakt folgten – abgesehen von einer weiteren Niederlage und einem Remis – nur noch Siege. Darunter war auch der klare 4:0-Erfolg gegen Meerfeld.

„Die Bilanz ist in Ordnung. Wir können mit der Punktzahl eigentlich zufrieden sein“, sagt Xantens Trainer Gerd Wirtz. Dennoch steht aktuell Platz zwei mit drei Punkten Rückstand auf Meerfeld zu Buche. Wirtz gibt zu: „Das Traurige ist nur, dass diese Hinrunde nicht reicht, um Tabellenführer zu sein. Und traurig ist, dass, anders als in anderen Kreisen, von 18 Mannschaften nur eine aufsteigt.“

Doppelt verstärkt

Um am Ende der strahlende Erste zu sein, haben sich die Xantener gleich doppelt verstärkt. Mit Baris Akbay kommt ein Hochkaräter von Landesligist SV Straelen. Zudem wechselte Torwart David Parke vom SV Budberg II. Nur Benedikt Dreher steht wegen eines Auslandssemesters nicht zur Verfügung.

Mit diesem Personal möchte der TuS den FC Meerfeld noch abfangen. „Wir werden versuchen, eine noch bessere Rückrunde zu spielen, noch ein paar Punkte mehr zu holen. Dann müsste es eigentlich reichen“, so Gerd Wirtz, der bei der Zielsetzung klare Worte wählt: „Vor der Saison haben wir gesagt: Wir wollen besser sein als der vierte Platz in der vergangenen Spielzeit. Das haben wir in der Hinrunde geschafft. Jetzt geht es klipp und klar um den Aufstieg. Das habe ich meiner Mannschaft auch so gesagt.“

Nahezu keine Aufstiegschancen mehr haben die drei Verfolger VfL Rheinhausen, MSV Moers und VfB Homberg II. Die Rheinhauser schwächelten nach gutem Start gegen Mitte der Hinrunde. Zwischen dem siebten und dem 13. Spieltag gelangen dem VfL nur zwei Siege in sieben Spielen. Der MSV etablierte sich unter Neu-Trainer Tim Wilke in der Spitzengruppe, konnte aber vor allem in der Schlussphase der Hinserie nicht mehr mit dem Spitzenduo Schritt halten. Und Bezirksliga-Absteiger VfB Homberg II hatte nach durchwachsenem Saisonbeginn früh kaum noch realistische Aussichten auf Platz eins.

Schwacher Start des VfB II

Dennoch sind die Homberger nach Meerfeld der zweitbeste der fünf Absteiger aus der Bezirksliga. Preußen Vluyn gelang es mit einem Zwischenspurt immerhin, sich nach schwachem Start im Mittelfeld der Tabelle festzusetzen.

Die beiden anderen Vorjahres-Bezirksligisten stecken hingegen im Abstiegskampf. Borussia Veen liegt auf Platz 14 nur ganz knapp über dem berühmten Strich, der den Beginn der Abstiegsplätze markiert. Und der GSV Moers II ist gar das Schlusslicht des Tableaus. Zwei der 14 überwiegend heftigen Niederlagen fielen für die Grafschafter sogar zweistellig aus.

Mit Fichte Lintfort II und dem SV Budberg II stehen auch auf dem vor- und drittletzten Tabellenplatz Zweitvertretungen. Fichte II ist damit zudem der schwächste der drei Aufsteiger. Nach ordentlichem Start holten die Lintforter nur noch einen Punkt aus den vergangenen neun Spielen.

Doch auch Mitaufsteiger TB Rheinhausen muss auf Platz 15 der Tabelle kämpfen, um nicht im ersten Jahr gleich wieder abzusteigen. Mehr als respektabel schlägt sich dagegen der dritte Neuling Spvgg Rheurdt-Schaephuysen. Die Mannschaft von Trainer Frank Schubert überwintert auf Rang neun.