Ein Spiel der ausgelassenen Torchancen

In einem nicht immer hochklassigen, aber zumindest spannenden Spiel, trennte sich Handball-Verbandsligist Moerser Adler HSG vor heimischer Kulisse vom TSV Kaldenkirchen leistungsgerecht mit 19:19 (10:11).

Die Begegnung begann ziemlich zäh. Die Mannschaften taten sich lange Zeit sichtlich schwer, den Rhythmus zu finden. So standen zumeist die Defensivreihen im Mittelpunkt. Moers überzeugte mit einer gut strukturierten 5:1-Variante. Die Absprachen griffen – mit der nötigen Portion an Aggressivität.

Keine Zielstrebigkeit

Probleme hingegen traten in der Offensive auf. Das Team fand nicht den Schlüssel zum Erfolg. Zielstrebigkeit und Entschlossenheit spielten daher untergeordnete Rollen. Die Folge: Es wurden schlichtweg zu viele Großchancen ausgelassen.

Da auch Kaldenkirchen – bis auf den neunfachen Torschützen und Ex-Adler Tobias Bochwitz – mehrfach im Angriff patzte, verlief die Begegnung stets ausgeglichen und recht spannend.

An diesem Bild änderte sich auch nach dem Seitenwechsel wenig. Die Kontrahenten setzten weiterhin ihre Prioritäten in der Defensive und vergaßen darüber hinaus über weite Strecken des Spiels das Torewerfen.

Bei der Moerser Adler HSG muss neben der guten Deckungsarbeit auch das Torhütergespann positiv erwähnt werden: Tobias Kokott war über die gesamte Spielzeit der sichere Rückhalt auf der Linie; Benedikt Thissen kam zu drei Siebenmetern auf das Parkett, durfte prompt dreimal jubeln.

„Es war eine leistungsgerechte Punkteteilung“, so das Resümee von HSG-Trainer Dieter Lau. „Ich bin mit dem Deckungsauftritt absolut zufrieden. Im Angriff fehlten meinen Jungs gleich in etlichen Situationen die Konzentration und die nötige Entschlossenheit im Torabschluss.“

HSG-Tore: Lange 5, Windrath 4, Rosendahl 2/1, Beutelt 2, Vook 2, Sobiech 1, Bullermann 1, Opper 1, Stark 1.