Ein Leben zwischen dem Sport und dem Studim

Ronny Kühne (rechts) kann auf zahlreiche Erfolge in der Leichtathletik und auch in seiner beruvlichen Entwicklung zurückblicken.Foto:Wolfgang Birkenstock
Ronny Kühne (rechts) kann auf zahlreiche Erfolge in der Leichtathletik und auch in seiner beruvlichen Entwicklung zurückblicken.Foto:Wolfgang Birkenstock
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Sowohl als Sportler als auch in der beruflichen Entwicklung ist für Ronny Kühne vom Moerser TV mit 2014 ein ereignisreiches Jahr zu Ende gegangen. Höhepunkte waren, als er mit seinen Kommilitonen von der RWTH Aachen im Februar Deutscher Hochschulmeister mit der sehr anspruchsvollen Olympischen Staffel (800, 200, 200, 400m) wurde und Ende des Jahres sein Studium an der RWTH als Master of Science im Werkstoffingenieurwesen abschloss.

Daneben gab es natürlich auch noch etliche sehr gute Platzierungen und Erfolge mit den Vereinskollegen vom Moerser TV. Hier ist besonders erwähnenswert der vierte Platz mit der 4 x 100 Meter-Staffel bei den westdeutschen Meisterschaften in Hamm im Juli 2014 in 42,58 Sekunden.

Schnelle Zeiten

Zielstrebigkeit, Beharrlichkeit und Fleiß: Das sind die Attribute, mit denen Ronny Kühne am ehesten zu beschreiben ist. Diese Eigenschaften waren natürlich sowohl im Sport. als auch in der Schule und im Studium stets extrem förderlich. Für den recht talentierten Sprinter stehen bis heute schnelle Zeiten zu Buche. Seine Bestleistungen lauten 10,92 Sekunden über 100 und 22,23 Sekunden über 200 Meter.

Ein Ergebnis seines Talents und seiner wirklich großen Beharrlichkeit. Als sicherer Staffelläufer ist und war Ronny Kühe jeweils Garant für gute Zeiten und vordere Platzierungen der Moerser Staffeln.

Geboren im Juli 1987 in Pritzwalk, einer Kleinstadt im Landkreis Prignitz im Nordwesten des Landes Brandenburg, ist er früh mit seinen Eltern in den „Westen“ gekommen. Sein Abitur legte er 2007 in Moers an der Hermann-Runge Gesamtschule ab. Danach folgte der Wehrdienst 2007/08 beim Fernmeldebataillon 284 Wesel, ehe er ab Herbst 2008 das anspruchsvolle Studium des Werkstoffingenieurwesen an der RWTH in Aachen aufnahm. Im Herbst 2011 schloss er das Studium zunächst mit dem Bachelor ab und jetzt, zu Ende des Jahres 2014 wurde der Master erreicht. Dazwischen erfolgte 2013 ein Auslandssemester in Madrid, Spanien.

Seit 2003 beim MTV

Seit 2003 ist Ronny Mitglied beim MTV und trainiert bei Klaus Kiep, dem Trainer der Jugend und Männer und Frauen. Der anspruchsvolle Kraftakt der regionalen Trennung während des Studiums, wurde mittels e-Mail und partnerschaftlicher Hilfe des befreundeten Vereins, der DJK Frankenberg Leichtathletik in Aachen, gut gemeistert. Hier konnte er viele wichtige Einheiten gemeinsam mit den Frankenbergern Leichtathleten absolvieren. Als Dankeschön für das Entgegenkommen trainierte Ronny Kühne eine Zeit lang die 14-jährigen Jugendlichen in dem Aachener Verein.

Sportlich war Kühnes größter Einzelerfolg neben den unzähligen Kreismeistertiteln und vorderen Staffel- und Treppchenplatzierungen auf Landesebene im Einzel 2012 der Titel des Westdeutschen Vizemeisters über 100 Meter.

Das Feuer brennt weiter

Trotz des jetzt anstehenden Berufseinstiegs und vieler bisheriger Erfolge brennt das Feuer weiter in ihm, im Sprint noch die eine oder andere Marke zu knacken. Als nächste Marke hat er sich vorgenommen, seine Zeit über 60 Meter (bisher 7,08 Sekunden) zu verbessern.

Zudem wäre Ronny Kühne nicht Ronny Kühne, wenn er perspektivisch nicht auch schon die deutschen Seniorenmeisterschaften ab seinem 30. Lebensjahr im Fokus hat. Wenn man ihn fragt, ist nichts anderes, als der 100 Meter -Titel sein angestrebtes Ziel. Bis dahin ist es aber noch einige Zeit hin.