Ein gelungener Start in die „Grüne Saison“

Es war ein wahrlich volles Programm, dass der Reiterverein Eintracht Veen um Vereinschef Heinz-Gerd Giesen vor den offiziellen Feierlichkeiten des großen Jubiläums am Osterwochenende (wir berichteten) zu stemmen hatte. Denn der Geburtstagsparty war die zweitägige Pferdeleistungsschau auf dem Gelände am Bergweg mit über 20 Dressur- und Springprüfungen vorgeschaltet worden, zu der jede helfende Hand gebraucht wurde.

Klar, dass die Gemeinde Alpen, allen voran Bürgermeister Thomas Ahls, nicht nur gestern zum Gratulieren vorbeikam, sondern darüber hinaus mit der Übernahme einer Prüfung die Verbundenheit zu den Veener Pferdesportlern dokumentierte. Und so wurde am ersten Turniertag unter anderem in einer A*-Dressur um den Preis der Gemeinde geritten, in der es Lokalmatadorin Janina Jürgensmeyer gelang, den 17-jährigen Wallach Chocolate auf Platz drei zu rangieren. Die Goldschleife ging allerdings an Laura Dacken, vom RV Seydlitz Kamp, auf Victoria.

„Zu nass und kalt“

Der erste Turniertag war alles andere als jubiläumsverdächtig. „Es war zu Beginn zu nass und kalt, so dass sich viele Reiter und Zuschauer den Weg zum Platz sparten. Kalter Wind und später einsetzender Regen brachten zunächst eine ziemlich ungemütliche Turnieratmosphäre“, schilderte Reinhild Hahlen. Die für den RV Seydlitz Kamp reitende Jana Weyers ließ sich am frühen Morgen allerdings nicht von den wenig einlandenden Temperaturen abschrecken.

Auf der zwölfjährigen in Westfalen gezogenen Stute Lardina (Larenco/Cordino) setzte sie sich in der Dressurreiterprüfung der Klasse L am besten in Szene und gewann die erste Prüfung des Tages.

In den Blickpunk rückte am späten Nachmittag das Mannschaftsspringen der Klasse A, das nach einem Umlauf und Stechen ebenfalls von RV Seydlitz Kamp gewonnen wurde. Vom A-Team. Entsprechend groß war die Freude bei Christian Landwehrs (Lord Karlos), Armin Lümers (Auckland), Stefanie Keens (Catchit) und Franz-Johannes Selders mit Cytrenaika. Da machte ihnen auch der halbe Fehlerpunkt im Gepäck am Ende nichts aus.

Schließlich gingen auf das Team „Black an Whites“ – Nicole Schad mit Britnie, Daniela Hemmers mit Cool Cassis, Christina Neinhuis mit Pallime sowie Jenny Thate mit Rubenz – vier Fehlerpunkte, das damit Rang zwei belegte.

Spitze war das Wetter an Ostersonntag und passend dazu die Vorstellungen auf den Dressurvierecken, auf denen einmal mehr die L-Dressur in den Mittelpunkt rückte.

Als voll befriedigend wurde die Vorstellung von Nicole Kleinlangenhorst in dieser Qualifikationsprüfung für die anschließende Kür eingeordnet. Die Amazone des PSV St. Hubertus Wesel Obrighoven ritt die siebenjährige Belissimo-Tochter Benicia an die Tete. Zudem krönte sie ihre reiterlichen Fähigkeiten in der anschließenden Kür auf gleichem Niveau, die zahlreiche Zuschauer anlockte. Auf der Trakehner-Stute Athena (Domhardt/Exorbitantxx) erhielt sie in der A-Note für die Ausführung eine Wertnote (WN) von 8.20 und in der B-Note für die künstlerische Gestaltung eine 8.40. Wobei die „8“ gut bedeutet. Beifall für den verdienten Doppelerfolg.

Den gab’s auch in der Springprüfung der Klasse L um den Heinz-Keisers-Gedächtnispreis, benannt nach dem langjährigen Vereinsvorsitzenden, der 2010 verstorben ist. Dessen Sohn Georg Keisers lenkte am Wochenende nun den 16-jährigen Patriot (Phoenix/Sir Shostakovich) fehlerfrei über die Hindernisse und wurde am Ende Dritter.

Den Schlusspunkt unter das Jubiläumsturnier des RV Eintracht Veen setzte die Springprüfung der mittelschweren Klasse mit Siegerrunde, die von Kristin Lange aus Asperden-Kessel auf Cadmo van de Pluum strafpunktfrei in Bestzeit gewonnen wurde.

Und alle Teilnehmer waren sich am Ende einig, dass sie in Veen einen gelungener Start in die Grüne Saison erlebt hatten.