Doppelter Abschied am Rheindeich

Aus, vorbei. Am Sonntag gegen 16.45 Uhr wird es das dann erst einmal gewesen sein: zum einen mit der Zugehörigkeit zur Oberliga für die Fußballer des VfB Homberg – zum anderen mit der Zeit von Günter Abel auf der Bank der Gelb-Schwarzen. Das Spiel gegen Mitabsteiger SV Sonsbeck, das um 15 Uhr im PCC-Stadion angepfiffen wird, ist das letzte für den Trainer nach fast sieben Jahren.

„Ich habe mich in all der Zeit hier immer sehr wohlgefühlt“, sagt Abel, dessen Vertrag zwar noch ein Jahr läuft, was aber nichts an der Verpflichtung von Stefan Janßen als seinem Nachfolger ändert. Natürlich weiß er auch, dass das finale Abschneiden mit dem Sturz in die Landesliga einen kleinen Schatten auf die erfolgreiche Ära wirft, doch sein Gesamtfazit bleibt positiv: „Wir haben hier viele Berge versetzt. Dreimal haben wir den Stadtpokal geholt, haben tolle Pokalspiele hingelegt, sind aufgestiegen, haben den Klassenerhalt geschafft.“ Der erfolgreiche Kampf gegen den Sturz aus der NRW-Liga im Jahr 2011 gilt dem Coach als positives Highlight: „Das war die größte Leistung, damit hatte nach der schwachen Hinrunde niemand gerechnet.“ Er weist aber auch auf Details im Umfeld hin: „Als ich nach Homberg kam, präsentierten sich beim Training alle Spieler in den verschiedensten Trikots der Bundesligisten. Jetzt trainieren alle Mannschaften beim VfB in einheitlichem Dress.“

Ein Sieg zum Abschluss gegen den Kreis-Konkurrenten Sonsbeck und damit womöglich wenigstens noch der Sprung auf den vorletzten Platz wäre natürlich ein wünschenswertes Ziel. Doch Günter Abel bleibt vor seiner Abschiedsvorstellung bescheiden: „In meinem ersten Spiel haben wir gegen den VfB Speldorf ein 2:2 geholt. Das wäre dieses Mal auch in Ordnung.“