Dominik Köller präsentiert sich in überragender Form

SVN-Deckungsspezialist Torsten Philipp (links) lässt seinen Oberhausener Gegenspieler die geballte Härte dieses Sports spüren.Foto:Kerstin Bögeholz
SVN-Deckungsspezialist Torsten Philipp (links) lässt seinen Oberhausener Gegenspieler die geballte Härte dieses Sports spüren.Foto:Kerstin Bögeholz
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Es herrscht große Zufriedenheit. Die Verbandsliga-Handballer des SV Neukirchen haben ein ganz richtungweisendes Spiel für sich entschieden, gewannen gestern Morgen bei der HSG Oberhausen verdient mit 22:17 (12:7).

Der Grundstein des Erfolges wurde -- wie gewohnt – in der Defensive gelegt. Die Mannschaft präsentierte sich von Beginn an als geschlossene Einheit, agierte willensstark, entschlossen und aggressiv. Genauer gesagt: die Spieler nahmen hoch motiviert die Zweikämpfe an, verschoben, verdichteten und blockten, hatten das Oberhausener Angriffsspiel somit fest unter Kontrolle.

Und eine Person darf diesmal nicht unerwähnt bleiben: Torwart Dominik Köller erwischte einen Sahnetag. Seine zahlreichen, reaktionsschnellen Paraden sorgten im HSG-Angriff regelmäßig für blankes Entsetzen. Neukirchen erlangte zusehends an Sicherheit, die sich auch auf die Offensive übertrug. Die Gäste besaßen das nötige taktische Konzept, um sich gegen die defensive HSG-Verteidigung immer wieder durchzusetzen.

Jan Roschig trumpft auf

Ein weiterer wichtiger Punkt war der Auftritt von Jan Roschig. Nachdem der Rückraumspieler erst vor einigen Tagen überraschend seinen Weggang zu Ligarivale VfB Homberg bekannt gegeben hatte, platzte bei ihm endlich der Knoten. Jan Roschig übernahm Verantwortung, warf insgesamt acht Tore.

Der SV Neukirchen erlebte unmittelbar nach dem Seitenwechsel eine kleine Durststrecke. Es klemmte kurzzeitig an mehreren Stellen, der Vorsprung schmolz auf 13:12. Doch die Mannschaft fand ohne große Mühe zurück in die Erfolgsspur. Die Deckung stand wieder stabil, der Angriff agierte mit großer Effektivität. Der Gast erzielte in dieser Drangzeit sieben Treffer in Folge zum 20:12, die Messe war damit gelesen.

„Es war ein souveräner Auftritt über nahezu 60 Minuten“, freute sich SVN-Trainer Björn Baar. „Wir haben vieles richtig gemacht. Dominik Köller gebührt ein dickes Sonderlob.“

SVN: Roschig 8, Peters 5, Bartnik 2, Behmer 2, Miller 1, Casper 1, Wilke 1, Philipp 1, Strater 1.