Die Stunde der Wahrheit naht für Damen und Herren

Muss Zuspieler Pascal Peters am Samstag gegen Paderborn wieder den Bällen „hinterherlaufen“Foto:js
Muss Zuspieler Pascal Peters am Samstag gegen Paderborn wieder den Bällen „hinterherlaufen“Foto:js

Das Spielwochenende hat es - nach dem überaus erfolgreichen Jugendspieltag - für die Volleyball-Teams des Moerser SC wirklich in sich.

Die beiden Top-Mannschaften in der Verbands- und in der Regionalliga befinden sich weiter am Tabellenende und kämpfen ums Überleben. Beide Teams müssen nun gegen direkte Tabellennachbarn Farbe bekennen.

Dabei wird es für die Damen mit der Partie am Samstag um 20 Uhr beim DT Ronsdorf besonders schwer. Ronsdorf ist derzeit auf Platz acht (vier Siege) in der Tabelle zu finden, die Moerserinnen stehen mit zwei Siegen auf Platz neun und vier Punkte hinter den Ronsdorferinnen. Mit einem Sieg könnte der MSC auf den nächsten Konkurrenten aufschließen. Bei einer weiteren Niederlage (das Hinspiel ging 1:3 verloren) wird die Gefahr, dass das MSC Team „über die Wupper“ geht, riesengroß.

Mit Optimismus nach Wuppertal

Trainer Tim Elsner fährt jedoch mit Optimismus nach Wuppertal: „Wir haben zwar noch Probleme, aber die Mannschaft hat sich bislang in der Rückrunde von Spiel zu Spiel gesteigert. Wenn wir das Niveau vom Spiel gegen Essen-Borbeck halten, mache ich mir keine großen Sorgen.“

Die Damen II von Trainer Günter Krivec, der zur Zeit mit seiner Mannschaft in der Mitte der Bezirksklassetabelle liegt, muss gegen den Tabellendritten, Blau-Weiß Herongen, antreten. Für Krivec vor allem eine Gelegenheit, seinen jungen U16-Spielerinnen Spielpraxis zu gewähren.

Die Damen III in der Bezirksliga spielen gehen den fünftplatzierten TV Walsum-Aldenrade und könnten sich mit einem klaren Sieg an die Tabellenspitze setzen. Nur ein Punkt fehlt dazu. Allerdings spielt der aktuelle Tabellenführer Dinslaken gegen den Tabellenletzten. Die Mädchen von Trainerin Dai Ming Liu müssen auf einen Ausrutscher der Dinslakenerinen hoffen.

Erhebliche Sorgen gibt es bei der Herren-Mannschaft von Trainer Chang Cheng Liu in der Regionalliga. Wie bei den Damen I kommt mit dem VBC 69 Paderborn am Samstag um 18 Uhr der direkte Tabellennachbar, gegen den es im Hinspiel eine 0:3-Niederlage gab und der nun drei Punkte vor dem MSC auf Platz acht der Tabelle steht, in den Enni-Sportpark.

Klartext: Eigentlich müsste ein „Dreier“ (3:0 oder 3:1 Sieg) her, um sich von den allergrößten Sorgen zu befreien.

Liu beklagt vor allem die „unübersichtliche Trainingssituation“. Aus unterschiedlichen Gründen hat Liu beim Training nur selten alle Spieler beisammen. Ein „Einspielen“ und die so wichtige Feinabstimmung entfallen also. Immerhin ist Mittelblocker Christian Jung wieder an Bord - allerdings mit Trainingsrückstand. Der zweite Zuspieler Niklas Kotte ist weiter „außer Gefecht“, da der kleine Finger gebrochen ist.

Zu allem Überfluss spielt das junge Verbandsligateam auch Samstag. Die Schützlinge von Verbandsligatrainer Klaus Schmidt-Kotte müssen um 15 Uhr beim Hildener AT antreten. Unmittelbar nach dem Spiel werden sich einige Akteure auf den Weg nach Moers machen, um dort bei der „Ersten“ auszuhelfen. Eine schwierige Gesamtlage für beide Teams. Schmidt-Kotte und Liu unisono: „Wir wollen und müssen das Beste draus machen.“

Auch die Herren III in der Bezirksliga haben am Samstag, 16.30 Uhr, in der Sporthalle des Gymnasiums Filder Benden eine schwere Aufgabe „vor der Brust“. Es geht gegen den Tabellenführer SG Kempen-Wachtendonk. Das lässt Trainer Philipp Boeckr ungerührt: „Für unseren jungen Spielern gibt es während der ganzen Saison nur schwere Aufgaben. Aber die Jungs lernen dazu und es macht Spaß.“