Die Stimmung ist nun bei Null

Hier kann sich Sebastian Blum (Mitte) in der Mitte durchsetzen.Foto:J. Sabarz
Hier kann sich Sebastian Blum (Mitte) in der Mitte durchsetzen.Foto:J. Sabarz

Im Vorfeld der Volleyball-Regionalliga-Partie gegen die Füchse Düsseldorf/Ratingen hatten sich die Verantwortlichen vom Moerser SC einige Chancen ausgerechnet. Doch am Samstagabend wurde im Enni-Sportpark Rheinkamp deutlich, dass sich die Gastgeber wohl verkalkuliert hatten.

Die Gäste präsentierten sich als kompakte Einheit, die, wenn es nötig war, die wichtigen Punkte machte und am Ende die Moerser Adler bei der 0:3 (21:25, 22:25, 20:25)-Niederlage ordentlich rupfte.

Personelle Probleme

Der Moerser SC musste allerdings auch einige personelle Probleme hinnehmen: Mittelblocker Christian Jung ist im Urlaub, Matthias Müller noch verletzt, Libero Laurien Steinwartz mit Grippe außer Gefecht, der zweite Zuspieler Niklas Kotte mit Schmerzen in der rechten Hand – nach einer Blockaktion im Trainingsspiel gegen die Freien Schwimmer aus Duisburg – nicht im Einsatz und Lukas Schattenberg, Matchwinner im Spiel gegen Bielefeld, ist wieder – wie berichtet – in den USA.

MSC-Trainer Chang Cheng Liu startete mit Pascal Peters, Dimitrios Nikolaidis, Frederik Mingers, Tim Elsner, Luca Wagner, Sebastian Blum und Sven Simon auf der Liberoposition. Und diese Formation schlug sich im ersten Durchgang lange Zeit wacker. Doch nach 5:2- und 17:13-Führungen war beim 18:18 die Herrlichkeit vorbei. Im letzten Drittel des ersten Satzes wurden die Schwächen deutlich, die den MSC im restlichen Spiel begleiteten. Zuspieler Pascal Peters hatte mit seinem Trainingsrückstand und seiner Form zu kämpfen, und der Moerser Block hatte vor allem auf den Außenposition Probleme.

Drei Netzroller in Folge

So gab es für die Gastgeber keinen Blumentopf zu gewinnen, auch wenn sie im zweiten Satz erneut zunächst mit 9:7 in Führung lagen. Doch die Gäste ließen sich nicht beirren, hatten in dieser Phase sogar das Glück auf ihrer Seite. Drei Netzroller-Aufschläge in Folge sorgten für den Moerser 9:11-Rückstand.

Chang Cheng Liu versuchte noch einmal alles, brachte Christopher Schäperklaus für Tim Elsner und im dritten Durchgang Lukas Lübke für Dimitrios Nikolaidis. Zwar führte der MSC dann mit 18:17, doch unnötige Fehler machten die Hoffnungen zunichte. Mittlerweile ist auch die Stimmung bei den Moersern bei Null angelangt. Die Körpersprache der „Adler“ machte es deutlich: Motivation und Begeisterung sehen anders aus.

„Wieder einmal zu viele Fehler auf unserer Seite“, analysierte am Ende ein sehr enttäuschter Chang Cheng Liu das Spiel. „Viele Annahmen gingen gleich übers Netz zum Gegner, der dann konsequent punktete. Irgendwie schien die Mannschaft noch müde von Weihnachten zu sein. Ich muss mich wiederholen: Ohne regelmäßiges Training geht es leider nicht. Man merkt die Unsicherheiten im Spielaufbau, es fehlt die Konstanz. Unter diesen Umständen wird es sehr schwer für mich und die Mannschaft.“