Deutschlands Elite war eine Nummer zu groß

Der weiblichen U16 des Moerser SC (rote Trikots)  gelang bei der Deutschen Meisterschaft im Enni Sportpark kein Sieg. Auch gegen das Volley Team Berlin (schwarz) unterlagen die Moerserinnen glatt in zwei SätzenFoto:Christoph Karl Banski
Der weiblichen U16 des Moerser SC (rote Trikots) gelang bei der Deutschen Meisterschaft im Enni Sportpark kein Sieg. Auch gegen das Volley Team Berlin (schwarz) unterlagen die Moerserinnen glatt in zwei SätzenFoto:Christoph Karl Banski

Bei der Deutschen Meisterschaft gab es für die U-16-Volleyballerinnen des Moerser SC am Wochenende wenig zu holen. Dem Ausrichter gelang im heimischen Enni-Sportpark kein Satzgewinn, so dass die Moerserinnen am Ende den 16. und damit letzten Platz belegten. Den Titel sicherte sich beim teils hochklassigen und vor vielen Zuschauern stimmungsgeladenen Finalturnier der Dresdener SC.

Im ersten Gruppenspiel ging es für den MSC gleich gegen das Top-Team aus Dresden. Erwartungsgemäß setzte es eine deutliche Niederlage, glatt mit 0:2. Der MSC blieb nach Punkten sogar im einstelligen Bereich und unterlag mit 7:25 und 2:25.

In der Vorrunde chancenlos

Auch in der folgenden Partie gegen das VolleyTeam Berlin konnte das Team von Trainer Günter Krivec nicht viel ausrichten. Nach gutem Beginn und zwischenzeitlicher 7:5-Führung im ersten Satz lief nicht mehr viel. Die Moerserinnen unterlagen schließlich erneut mit 0:2 (14:25, 13:25). Erschwerend kam hinzu, dass Jenni Liu nach dem Spiel gegen Berlin verletzt ausscheiden musste.

Und auch im dritten Spiel der Vorrunde gegen den TB Bad Krozingen konnten sich die Moerserinnen nicht durchsetzen. Im ersten Satz war der MSC chancenlos beim 15:25. Im zweiten Durchgang kam Hoffnung auf, als Moers mit 11:9 in Führung ging. Nach dem Ausgleich kippte der Satz, und am Ende siegte Bad Krozingen mit 25:18 und damit nach Sätzen mit 2:0.

Mit den drei Niederlagen war man in der Trostrunde um die Plätze 13 bis 16 angelangt. Gegen Allianz MTV Stuttgart blieb das Spiel in beiden Sätzen lange offen. Beide Male zog Stuttgart in der entscheidenden Phase aber davon. Somit setzte es abermals eine 0:2 (20:25, 18:25)-Niederlage. Nach dieser blieb dann nur noch das Spiel um Platz 15 gegen den TV Lebach. Auch hier gab es eine 0:2 (20:25, 19:25)-Niederlage, wenngleich das Team sich immer wieder Chancen erarbeitete. In beiden Sätzen hielt Moers bis zur Satzmitte mit.

MSC-Trainer Günter Krivec sagte nach dem letzten Platz: „Ein wenig mehr hätten wir uns schon gewünscht. Es ist eben etwas anderes, in der Bezirksklasse durchzumarschieren, als mit den besten deutschen Teams zu konkurrieren. Es fehlt uns vor allem auch an Wettkampfhärte. Ich denke, mit einer gesunden Jenni Liu hätten wir etwas mehr geholt.“

Das Maß aller Dinge war der Dresdener SC. Mit nur einem Satzverlust in fünf Spielen zogen die Dresdenerinnen ins Finale gegen den SV Lohhof ein. Und auch im Endspiel siegte der DSC souverän und verdient mit 2:0 (25:12, 25:14).

Großartig war auch die Ausrichtung des Turniers seitens des MSC. Für Ambiente und Organisation gab es Lob von allen Seiten. An beiden Tagen war der Sportpark bestens besucht. Bei der Siegerehrung gab es jede Menge Prominenz: so ließ es sich Bürgermeister Christoph Fleischhauer nicht nehmen, die Siegermannschaften zu ehren und die Medaillen zu überreichen. Unterstützt wurde er dabei von Ex-Adler und Goldmedaillengewinner (Atlanta) Guido Görtzen. Auch Sparkassenvorstand Giovanni Malaponti wohnte der Ehrung bei.

Platzierungen: 1. Dresdner SC, 2. SV Lohhof, 3. RC Borken, 3. SCU Emlichheim, 5. VoR Paderborn, 6. TB Bad Krozingen, 7. TSV TB München, 8. Schweriner SC, 9. Volley Team Berlin, 10. USV Halle, 11. VC Wiesbaden, 12. SWE Volley-Team, 13. SV Bad Laer, 14. Allianz MTV Stuttgart, 15. TV Lebach, 16. Moerser SC.