Derbypleite für die Moerser Adler HSG

Kein Durchkommen: HSG-Spielmacher Matthias Opper (mit Ball) hatte einige starke Momente, warf gestern Morgen insgesamt sieben Tore im Lokalderby gegen den VfB Homberg.Foto: Christoph Karl Banski
Kein Durchkommen: HSG-Spielmacher Matthias Opper (mit Ball) hatte einige starke Momente, warf gestern Morgen insgesamt sieben Tore im Lokalderby gegen den VfB Homberg.Foto: Christoph Karl Banski

Es war wie so oft nach einem Lokalderby: Die einen hatten ein Lachen im Gesicht; die anderen waren restlos bedient.

Handball-Verbandsligist Moerser Adler HSG unterlag in einem eher durchwachsenen, lange Zeit aber spannenden Spiel daheim seinem alten Rivalen VfB Homberg deutlich mit 25:32 (12:17).

Die Startphase ging ganz klar an die Adler: Das Team begann hoch effizient, mit einer aggressiven Deckung und sicheren Torabschlüssen (5:2/7. Minute). Aber Moers konnte das Niveau nicht halten. Die Leistung ebbte sichtlich ab, mit zahlreichen Fehlern, stets nach dem selben Schema: Ballverluste nach verfrühten Abschlüssen, Stockfehlern oder übertriebenen Kreisläuferanspielen.

Homberg nahm die Geschenke dankend an, warf so viele, einfach Tore mit dem Gegenstoß – einfach auch daher, weil Moers eine ganz schwache Rücklaufmoral an den Tag legte. Der Tabellenführer glich aus (5:5) und setzte sich nun kontinuierlich ab.

Offensive Deckung

Moers suchte nach dem Seitenwechsel sein Heil in einer offensiven Deckungsausrichtung. Dieses taktische Mittel zeigte beim Gegner durchaus Wirkung – Homberg trat nun etwas irritiert auf, tat sich sichtlich schwer. Moers kämpfte sich ran, ließ dabei aber beste Möglichkeiten ungenutzt.

Doch die wohl spielentscheidende Phase gab es, als die HSG-Akteure beim Spielstand von 19:21 (43.) gleich drei Gegenstöße in unmittelbarer Reihenfolge versiebten. Stets hatte VfB-Keeper Sebastian Brysch die stärkeren Nerven.

Diese Unzulänglichkeiten beim Torabschluss hinterließen in der Moerser Mannschaft sichtliche Spuren. Die Hausherren verloren in der Folgezeit komplett ihre Linie, den nötigen Rhythmus und nicht zuletzt die Einstellung. Homberg profitierte erneut von den Schwächen des Gegners, zog nun gekonnt seinen Streifen durch und sorgte so ziemlich schnell für die Vorentscheidung.

HSG-Spieler Alexander Sobiech sah sechs Minuten vor dem Abpfiff noch die Rote Karte wegen groben Foulspiels, als er einen VfB-Gegenstoß verhindern wollte.

HSG: Matthias Opper 7/3, Stephan Windrath 6/1, Christian Lange 5, Simeon Stark 3, Jens Beutelt 2, Daniel Feltgen 1, Alexander Sobiech 1.